Krawalle in Leipzig: Dem Fußballmob Grenzen ziehen
(Leipzig) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat dem 1. FC Lokomotive Leipzig nach den Ausschreitungen am Wochenende (10./11. Februar 2007) schwere Versäumnisse vorgeworfen. Nach dem Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue II hatten Anhänger des Vereins eine Hetzjagd auf die Polizei veranstaltet.
GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: Im Stadion war so viel Pyrotechnik vorhanden, dass von Einlasskontrollen wohl kaum die Rede gewesen sein konnte. Wenn Fußballvereine das nicht in den Griff bekommen, dürfen sie sich nicht darüber beschweren, wenn sie künftig ohne Zuschauer spielen müssen.
Dem Fußballmob sei offensichtlich auch nicht klar, dass Polizeibeamte, wenn sie an Leib und Leben bedroht werden, von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen können. Freiberg: Kein Polizeibeamter muss sich totschlagen lassen. Unter anderem hatten Randalierer die Tür eines Streifenwagens aufgerissen und auf die Beamten aus nächster Nähe mit einer Schreckschusswaffe geschossen. Italienische Verhältnisse dürfen nicht geduldet werden, so Freiberg.
Für die GdP sind die Vorkommnisse in Leipzig ein Beweis dafür, dass sich die Gewaltspirale in der Anhängerschaft der Vereine unterer Ligen weiter dreht. Freiberg: Wir können nicht künftig zu jedem Kreisklassespiel mit mehreren Hundertschaften anrücken. Wenn Fußball zur Tarnung von Mordlust wird, ist dieser Sport bald am Ende.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Pressestelle
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