Krefeld sollte Pläne zum Verkauf des Monet Gemälde House of Parliament endlich begraben / Deutscher Kulturrat unterstützt Position des Deutschen Museumsbundes
(Berlin) - Die SPD-Fraktion im Krefelder Stadtrat hatte für die gestrige (14. September 2006) Stadtratssitzung den Antrag gestellt, dass das Claude Monet Gemälde House of Parliament nicht verkauft werden soll. Dieser Antrag wurde nicht beraten, da vor einem möglichen Verkauf erst noch offene Fragen mit der kommunalen Aufsichtsbehörde geklärt werden müssen.
Die Stadt Krefeld will das o.g. Bild das wertvollste Gemälde des Kaiser-Wilhelm-Museums verkaufen und aus dem Erlös die Renovierung des Museums finanzieren. Vor einer Entscheidung des Stadtrates muss jedoch erst noch der Kulturausschuss beraten und davor die kommunale Aufsichtsbehörde entscheiden, ob der zu erwartende Erlös tatsächlich in die Renovierung des Museums gesteckt werden kann oder zum allgemeinen Schuldenabbau genutzt werden muss.
Der Deutsche Kulturrat unterstützt die Position des Präsidenten des Deutschen Museumsbundes, dass die Museen ihr kulturelles Erbe nicht verscherbeln dürfen, weil sie dann die kulturelle Identität nicht bewahren können.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: Es ist falsch, Kunstwerke aus öffentlichen Sammlungen zu verkaufen. Es ist auch dann falsch, wenn man damit, wie in Krefeld geplant, das Museum sanieren will. Es wird gerade zu absurd, wenn noch nicht einmal gesichert ist, dass der Verkaufserlös auch tatsächlich dem Museum zu Gute kommen kann. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Idee, durch Verkäufe von Sammlungsbeständen aus öffentlichen Museen den notleidenden Kulturhaushalt zu sanieren, der Kultur mehr schadet als nützt. Die Stadt Krefeld sollte ihre Pläne zum Verkauf des Claude Monet Gemälde House of Parliament endlich begraben.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Kulturrat
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer
Chausseestr. 103, 10115 Berlin
Telefon: (030) 24728014, Telefax: (030) 24721245
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