Pressemitteilung | Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V. (BDK)

Kriminalstatistik 2002 nicht schön reden / BDK fordert die Polizeireform 2003 überarbeiten

(Berlin) - Der am 10. März veröffentlichte Bericht zur Kriminalität 2002 gibt aus Sicht des Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Berlin genügend Anlass, die in Angriff genommene Polizeireform 2003 gründlich zu überdenken. „Die für 2003 geplante Neuordnung der Führungsstrukturen der Polizei hat sich hinsichtlich der Kriminalitätsbekämpfung im örtlichen Bereich insbesondere an den Daten der Straßenkriminalität orientiert. Die nunmehr vorgelegten Zahlen aus dem Jahre 2002 erfordern ein Umdenken!

Besorgniserregend ist der Zuwachs im Betrugsbereich, allein für den Warenbetrug in Höhe von 208 Prozent! Diesem prosperierenden Deliktsbereich, der überwiegend von den örtlichen Direktionen bewältigt wird, fehlt qualifiziertes Personal!“, erklärte der Landesvorsitzende des BDK - Berlin, Hansen, heute gegenüber den Medien. Dies erfordere Personalverstärkungen im örtlichen Bereich.

Die weiterhin ansteigende Jugendkriminalität (fast 10 Prozent bei Raubdelikten) spiegelt die Verrohung der Gesellschaft wider. „Diesem Problem ist - wenn es bei der Polizei angekommen ist - nur durch genügend qualifiziertes Personal- zu begegnen ! Es ist ein Irrglaube, Personaleinsparungen bei der Polizei einerseits durchzusetzen und ausgeglichene Kriminalitätsstatistiken anderseits erwarten zu wollen “, so Hansen weiter.

Der Rückgang der Zahlen der Organisierten und der Wirtschaftskriminalität lassen keine Aussage über deren tatsächliches Ausmaß und deren spezielle Sozialschädlichkeit zu. „Die vermeintliche Entspannung in diesem Bereich dürfte allenfalls trügerisch sein, dem ebenfalls nur durch qualifiziertes Personal zu begegnen ist!“, so Hansen abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund Deutscher Kriminalbeamter Theodor-Storm-Str. 17-18 16547 Birkenwerder Telefon: 03303/500132 Telefax: 03303/503070

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