Kritik an Bankmanagern / DGB fordert Verbot riskanter Geschäfte
(Berlin) - DGB-Vorstandmitglied Claus Matecki unterstützte am Donnerstag (10. April 2008) in Berlin die Kritik von Bundesfinanzminister Steinbrück an den Bankmanagern vor Beginn der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds in Washington und forderte ein grundsätzliches Verbot risikoreicher Geschäfte.
Wachstums- und arbeitsplatzvernichtende Finanzkrisen müssen künftig u.a. durch mehr Transparenz im internationalen Finanzsystem und der Verbesserung des Liquiditätsmanagements der Banken vermieden werden, sagte Matecki. Unterstützenswert sei auch das Bestreben, Bewertungsmethoden von Rating-Agenturen zu verbessern, die in der Vergangenheit kläglich versagt hätten. Gleiches treffe für die Abschaffung gewinnabhängiger Bezahlung der Bankenvorstände zu, die auf kurzfristige und real nicht abgesicherte Gewinnsteigerungen setzen.
Besonders wichtig ist aber aus Sicht des DGB, dass die Banken den Staat nicht mehr als kostenlosen Helfer in der Not ansehen können. Der Rücktritt von Frau Matthäus-Maier als Sprecherin des Vorstandes der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw) mache deutlich, dass einige Bankenvertreter aber auch Medien und Teile der Politik Ursache und Wirkung in diesem Fall verwechselt haben. Zusätzlich wird eine kompetente Bankerin verantwortlich gemacht für das teilweise unfähige Management in der Bankenwelt.
Matecki forderte Finanzminister Steinbrück auf, die steuerliche Absetzbarkeit von leichtfertig herbeigeführten Abschreibungsverlusten der Finanzdienstleistungsunternehmen zu unterbinden. Ansonsten würden Arbeitnehmer und Verbraucher doppelt zur Stabilisierung der Bankengewinne zur Kasse gebeten: Schließlich haben sie bereits mit überhöhten Zinsen und Gebühren dazu beigetragen.
Außerdem reiche es nicht aus, Risiken aus komplexen Finanzprodukten nur offen zu legen. Risikoreiche Geschäfte dieser Art müssten grundsätzlich verboten werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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