Pressemitteilung | Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. Bundesverband

Kritik an Vorschlägen zur Umsetzung der EU-Agrarreform / Bioland fordert Umverteilung von der 1. in die 2. Säule

(Mainz) - Bioland kritisiert die veröffentlichten Vorschläge von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zur Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland. "Die Entscheidung, keine Finanzmitteln aus der 1. Säule in die 2. Säule umzuschichten, raubt den Bundesländern jeglichen Gestaltungsspielraum bei ihren Länderprogrammen", sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland.

Bioland fordert Bund und Länder auf, die im Trilog eingeräumte Möglichkeit zu nutzen und 15 Prozent der Finanzmittel der 1. Säule zweckgebunden für den Biolandbau und Agrar-Umweltprogramme zu verwenden. Nur so lassen sich die Budgetkürzungen in der 2. Säule auffangen. Deutschland büßt hier 20 Prozent ein. Durch die Umschichtung könnte immerhin der derzeitige Stand erhalten bleiben.

"Die Bundesregierung täte gut daran, ihre eigenen Ziele ernst zu nehmen: 20 Prozent der deutschen Anbaufläche soll ökologisch bewirtschaftet werden. Dafür sind gut ausgestattete Agrar-Umweltprogramme ebenso notwendig wie Planungssicherheit. Mit dem Vorschlag der Ministerin ist das nicht machbar, den Ländern fehlt in diesem Modell schlicht das Geld", so Plagge.

Quelle und Kontaktadresse:
Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V., Bundesverband Gerald Wehde, Referent, Pressestelle/Agrarpolitik Kaiserstr. 18, 55116 Mainz Telefon: (06131) 239790, Fax: (06131) 2397927

(cl)

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