Pressemitteilung | Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
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Krüger: Hartz IV-Kinder gehen leer aus!

(Berlin) - Die existenzielle Armut von Kindern in Entwicklungsländern darf nicht den Blick auf die Kinderarmut in Deutschland verdecken. Zum morgigen (17. Oktober 2008) weltweiten Aktionstag der Vereinten Nationen gegen Armut erklärt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Das Bundeskabinett hat kürzlich eine Kindergelderhöhung und ein Schulstarterpaket verabschiedet. Grundsätzlich begrüßt das Deutsche Kinderhilfswerk diese Maßnahmen. Allerdings helfen sie den ärmsten Kindern in Deutschland nicht. Denn die geplante Erhöhung um 10 Euro wird im Regelsatz angerechnet: Hartz IV-Kinder gehen leer aus! Auch das geplante Schulstarterpaket reicht bei weitem nicht aus: 100 Euro decken bei weitem nicht den Bedarf für eine Einschulung, denn Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes gehen von 327 Euro pro Kind aus. Dringend erforderlich sind zusätzliche Maßnahmen für eine ausreichende und gesunde Ernährung. Hier ist die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich nachzubessern!“ betont Krüger.

Oft wird in armen Familien am Essen gespart. In manchen Familien führt das dazu, dass Kinder nicht satt werden. In anderen Familien wird nur das Billigste gekauft, wodurch eine ausgewogene Ernährung nicht stattfindet. Viele von Armut betroffene Kinder kommen ohne Schulbrot in die Schule oder nehmen nicht am Schulessen teil. Das ist den Kindern oft peinlich, manche sagen „es schmeckt nicht“ – auch wenn sie es vielleicht nie probiert haben. Mit dem Programm „Eine Mahlzeit für alle Kinder“ unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk Maßnahmen, die allen Schülerinnen und Schülern – auch außerhalb von Ganztagsangeboten und zur Mittagszeit – eine ausgewogene Ernährung ermöglicht. Gleichzeitig würden wir es begrüßen, wenn, wie in Finnland, eine allgemeine kostenfreie Schulspeisung finanziert werden würde.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. Michael Kruse, Pressesprecher Leipziger Str. 116-118, 10117 Berlin Telefon: (030) 3086930, Telefax: (030) 2795634

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