Pressemitteilung | Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
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Künstlersozialversicherung abschaffen: Bundesländer sollten standhaft bleiben

(Berlin) - Die Initiative einiger Bundesländer, die Künstlersozialversicherung abzuschaffen, wird vom Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) voll unterstützt. Die Initiative wird am kommenden Freitag (19. September 2008) im Bundesrat zur Diskussion stehen.

„Die Künstlersozialversicherung in ihrer jetzigen Form muss abgeschafft werden. Es kann nicht sein, dass Auftraggeber für die Alterssicherung ihrer Auftragnehmer verantwortlich sind und für diese die Sozialversicherungsbeiträge entrichten müssen“, kritisiert der Präsident des BDWi, Werner Küsters.

Wie in den anderen Zweigen der Sozialversicherung müssten künftig Künstler und Kreative ihre Beiträge aus Arbeitseinkommen selber abführen. Damit sei auch sichergestellt, dass nur dann eine Beitragspflicht bestehe, wenn man in der Künstlersozialversicherung versichert sei.

Die jetzige Regelung, nach der die Beitragspflicht für Auftraggeber auch dann bestehe, wenn der entsprechende „Künstler“ gar nicht in der Künstlersozialversicherung versichert sei, sei absurd. „Das klingt mehr nach staatlicher Einnahmemaximierung denn nach individueller Alterssicherung“, so Küsters weiter.

Dies gelte erst recht für die rückwirkende Beitragspflicht. „Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen wussten bis vor kurzem nichts von der Künstlersozialversicherung. Für jeden selbständigen Werbegraphiker, jeden Webdesigner, den man mal beschäftigt hat, ist die Abgabe fällig. Das ist nicht nur bürokratisch, sondern auch eine unverschämte Abzocke“, kritisiert Küsters.

Die Haltung des BDWi hatte Küsters ebenso in einem Brief an die Ministerpräsidenten der Länder deutlich gemacht.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) Matthias Bannas, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10

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