Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall Vorstand

K√ľrzung der Regionalisierungsmittel im Nahverkehr gef√§hrdet √ľber 10.000 Arbeitspl√§tze

(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat zusammen mit anderen Gewerkschaften die geplanten K√ľrzungen der Regionalisierungsmittel des Bundes f√ľr den √∂ffentlichen Nahverkehr scharf kritisiert. Durch die geplanten Einsparungen w√ľrden mehr als 10.000 Arbeitspl√§tze im Schienen- und √Ėffentlichen Personen-Nahverkehr, in der Bahnindustrie und im Verkehrswegebau wegfallen. Das haben IG Metall, TRANSNET/GDBA und IG BAU in einer am Freitag ver√∂ffentlichten Mitteilung erkl√§rt und angek√ľndigt, dass sie die bedrohten Arbeitspl√§tze in den betroffenen Branchen mit Nachdruck verteidigen werden.

Die Bundesregierung will bei den Regionalisierungsmitteln in den n√§chsten vier Jahren mehr als drei Milliarden Euro einsparen. Sollten die Pl√§ne umgesetzt werden, w√ľrde ein ¬ĄHerzst√ľck der Bahnreform zur Disposition gestellt¬ď, hei√üt es in der Erkl√§rung. Die beteiligten Gewerkschaften weisen darauf hin, dass mit Hilfe der Regionalisierungsmittel in der Vergangenheit das Angebot im Nahverkehr auf der Schiene um 20 Prozent gesteigert werden konnte. Die geplanten K√ľrzungen h√§tten jedoch massive Nachteile f√ľr die t√§glich 28 Millionen Fahrg√§ste zur Folge in Form von Zugstreichungen, zunehmend veralteten Fahrzeugen und deutlichen Preissteigerungen. Der √Ėffentliche Nahverkehr w√ľrde gegen√ľber dem Pkw-Verkehr deutlich an Attraktivit√§t einb√ľ√üen.

Die beteiligten Gewerkschaften fordern die Bundesl√§nder auf, den K√ľrzungen nicht zuzustimmen. Die Regionalisierungsmittel werden den L√§ndern vom Bund zur Verf√ľgung gestellt, damit sie Nah- und Regionalverkehrsleistungen bestellen. Die IG Metall warnte insbesondere vor den schwerwiegenden Folgen f√ľr die Besch√§ftigten der Bahnindustrie, die ohnehin seit Jahren unter der schwachen Auftragslage von Seiten des Staates leidet.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) Pressestelle Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

(sk)

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