Kulturbehörde enttäuscht bei Museumreform
(Hamburg) - Die Hamburgische Bürgerschaft beschäftigt sich in ihrer heutigen (13. Dezember 2007) Sitzung mit einem Entwurf zur Reform der Hamburger Museumslandschaft. Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler zielt dieser Entwurf ausschließlich auf eine Vermarktung des alten, defizitär arbeitenden Museumsbetriebes und nicht auf Innovation und Flexibilisierung.
Hauptkritikpunkt des Steuerzahlerbundes ist das Versäumnis der Kulturbehörde, eine Anhebung der staatlichen Zuschüsse mit einer vorherigen kritischen Aufgabenanalyse der Museen zu verknüpfen. Dies hatte der Verbandsvorsitzende Frank Neubauer zuvor in einem Gespräch mit Kultursenatorin Karin von Welck angeregt.
Nach über einem Jahr intensiver Diskussion kommen Hamburgs Steuerzahler nun nicht umhin festzustellen, dass die Behörde seit der Verselbstständigung der Museen 1999 keinen Überblick über deren finanzielle Situation hat; und das, obwohl ein 2002 durchgeführter Kassensturz bereits für alarmierende Erkenntnisse sorgte.
Zwischenzeitlich ist offenbar nichts geschehen. Nicht einmal die Kontrollfunktion in den Stiftungsräten scheint die Behörde wahrgenommen zu haben, so Frank Neubauer. Anders erkläre es sich nicht, dass die sichtbar anwachsenden Defizite über Jahre hinweg zu keiner politischen Reaktion führten. Neubauer: Eine für den Steuerzahler ernüchternde Erkenntnis, denn wir werden zur Kasse gebeten.
Der Bund der Steuerzahler erwartet, dass die Kulturbehörde die Ausstellungspolitik einem professionellen Controlling unterzieht.
Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema finden Sie auf unserer Internetseite www.steuerzahler-hamburg.de.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Steuerzahler Hamburg e.V. (BdSt)
Pressestelle
Ferdinandstr. 36, 20095 Hamburg
Telefon: (040) 330663, Telefax: (040) 322680
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