Kulturpolitik braucht die Unterstützung durch die Künstler / Vorsitzender des Deutschen Kulturrates reagiert mit Offenem Brief auf die Tischrede von Hans Magnus Enzensberger anlässlich der Frühjahrstagung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste
(Berlin) - Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates, Prof. Dr. Max Fuchs, reagiert mit einem Offenen Brief auf die Tischrede von Hans Magnus Enzensberger anlässlich der Frühjahrstagung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste im Mai 2006 in Berlin. Die Tischrede wurde am 31.08.2006 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung publiziert.
In der Tischrede warf Hans Magnus Enzensberger die Frage auf, was Kulturpolitik eigentlich sei und mokierte sich über jammernde Künstler, die bereits vor Beginn ihrer Laufbahn eigentlich hätten wissen müssen, dass sie nur ein geringes Einkommen erwarten können. Ebenso forderte Enzensberger in seiner Tischrede das Ende der Verbeamtung der Kultur.
In seinem Offenen Brief unterstreicht der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates Prof. Dr. Max Fuchs, dass die Kulturpolitik die Rahmenbedingungen schafft, von denen Künstler wie Enzensberger profitieren. Er nennt in diesem Zusammenhang die Buchpreisbindung, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz und die Künstlersozialversicherung. Prof. Dr. Fuchs betont, dass es notwendig ist, mit dem Vorurteil der Verbeamtung der Künstler aufzuräumen, denn die wenigsten freiberuflichen Künstler können von ihrem Einkommen aus künstlerischer Tätigkeit leben und die wenigsten Künstler können auf gesicherte Arbeitsverhältnisse bauen.
Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates, Prof. Dr. Max Fuchs, sagt in seinem Offenen Brief: Die Kultur hat es nicht leicht, so könnte ich nun ebenfalls jammern, weil die Politik, die sie unterstützen soll, die Kulturpolitik eben, so schlecht angesehen ist. Und dies leider auch bei denjenigen, die von ihr profitieren vielleicht ohne es zu wissen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Kulturrat
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer
Chausseestr. 103, 10115 Berlin
Telefon: (030) 24728014, Telefax: (030) 24721245
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