Kundgebung der DRV-Ärzte in Düsseldorf
(Berlin) - Gegen die fortgesetzte Ungleichbehandlung durch die Arbeitgeber protestieren am heutigen Donnerstag, 15. April 2010, in Düsseldorf Ärztinnen und Ärzte aus den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Die Demonstration wird um 13 Uhr vor dem Sitz der DRV Rheinland, Königsallee 71, beginnen. Gegen 14 Uhr ist an gleicher Stelle eine Abschlusskundgebung vorgesehen.
In der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung kämpfen die streikenden Ärzte für einen eigenen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen in den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der DRV. Sie wollen nicht länger wie Ärzte zweiter Klasse behandelt werden und fordern eine Gleichstellung mit ihren Kollegen an den Akutkliniken.
Die DRV-Ärzte arbeiten unter veralteten Tarifverträgen, erhalten im Durchschnitt etwa ein Drittel weniger Gehalt als Ärzte an Akutkliniken und müssen aufgrund des Personalmangels eine stetig wachsende Arbeitsbelastung bewältigen. Das alles wirkt sich negativ auf die Betreuung und Versorgung der Patienten und Versicherten aus.
Ein Teil der rund 2000 Ärzte der DRV überprüft in der Verwaltung Anträge auf Rehabilitation und Erwerbsminderungsrente. Der übrige Teil versorgt in den bundesweit rund 100 Reha-Kliniken Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen. In den Kliniken werden jährlich zirka 900.000 Patienten versorgt. In den Verwaltungen überprüfen die Ärzte pro Jahr rund 1,5 Mio. Anträge auf medizinische Rehabilitation.
Die Ärztinnen und Ärzte in den Reha-Kliniken leisten eine verantwortungsvolle Arbeit bei schwer und chronisch Erkrankten und kürzlich operierten Patienten, die mit der ärztlichen Tätigkeit in einem Krankenhaus vergleichbar ist. Die Arbeit der Ärzte im Sozialmedizinischen Dienst setzt ein komplexes, interdisziplinäres Fachwissen und klinische Erfahrung voraus. Mit hohem Verantwortungsbewusstsein sowohl in medizinischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht nehmen sie sozialmedizinische Leistungsbeurteilungen vor, die eine wesentliche Grundlage bei der Entscheidung über die Gewährung oder Ablehnung von Sozialleistungen darstellen und die nicht selten bei fünf- bis sechsstelligen Euro-Beträgen liegen.
Weitere Informationen zum Tarifbereich (http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/unsere_themen/tarifpolitik/drv/index.php) der DRV.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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