LandFrauen fordern mehr Investitionen in Weiterbildung / dlv-Positionspapier verabschiedet
(Berlin) - Der Bundesvorstand des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) hat auf seiner Sitzung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2005 ein Positionspapier zur Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe im Zeichen der EU-Agrarreform verabschiedet, in dem er verstärkt Investitionen in die Weiterbildung der landwirtschaftlichen Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter fordert.
Die EU-Agrarreform hat die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft grundlegend verändert, was sowohl Chancen als auch Risiken beinhaltet. Bei der Vorstellung des Positionspapieres in Berlin betonte dlv-Präsidentin Erika Lenz: Landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer stehen verstärkt vor der Aufgabe, ihre Betriebe an diese geänderten Rahmenbedingungen anzupassen, um ihren wirtschaftlichen Erfolg in Zukunft sichern zu können. Zeitliche und finanzielle Investitionen in die fachliche und persönliche Weiterbildung werden dabei zum immer wichtigeren Erfolgsfaktor. Die Anforderungen an die Kompetenzen von Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern werden weiter steigen.
Für die erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeit stehen die Weiterbildung und die aktive Gestaltung der Zukunft des landwirtschaftlichen Betriebes im Vordergrund. Strategien der Betriebsentwicklung müssen selbstverantwortlich entwickelt und vom familiären Umfeld mitgetragen werden. Das gilt sowohl für expandierende Betriebe als auch für Betriebe, die zukünftig außerhalb der Landwirtschaft ihr Einkommen erzielen werden.
Deshalb fordert der dlv:
- Betriebsleiterinnen und Führungskräfte in der Landwirtschaft müssen stärker als bisher durch Bildungsmaßnahmen finanziell gefördert werden.
- Grundsatz der Beratung in der Landwirtschaft muss die Förderung unternehmerischer Fähigkeiten bei Betriebsleitern/innen und Mitunternehmern/innen sein.
- Landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer müssen ihre Berater selbst auswählen können. Die vorgesehene Beratung in Zusammenhang mit Cross Compliance muss freiwillig bleiben.
- Das neutrale Beratungsangebot der Landwirtschaftsverwaltung muss unbedingt erhalten bleiben. Dazu gehört die fachliche Beratung einschließlich der sozio-ökonomischen Beratung.
- Die Modulationsmittel müssen vollständig in die Landwirtschaft zurückfließen. Sie sind u. a. einzusetzen für Beratung und Qualifizierung der Betriebsleiter/innen und die Begleitung des Strukturwandels.
- Die nationale Kofinanzierung ist unbedingt zu sichern.
- Die landwirtschaftlichen Unternehmen können sich auf Cross Compliance nur einstellen, wenn die Durchführungsbestimmungen endlich den Betrieben vorliegen. Nur dann macht die Beratung landwirtschaftlicher Unternehmen Sinn.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Landfrauenverband e.V. (dlv)
Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin
Telefon: 030/31802029, Telefax: 030/31017831
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