Pressemitteilung | Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv)

LandFrauen gegen Ausbildungsplatzabgabe: Freie Ausbildungsplätze in der Haus- und Landwirtschaft

(Berlin) - "In der Haus- und Landwirtschaft stehen auch dieses Jahr mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung als besetzt werden können. Deshalb lehnt der Deutsche LandFrauenverband (dlv) die Ausbildungsplatzabgabe ab", sagte dlv-Präsidentin Erika Lenz am 15. Oktober in Berlin. Dabei handele es sich um interessante Berufe mit einer vielseitigen Ausbildung und guten Zukunftsperspektiven. "Um einen Abschluss als Hauswirtschafter/-in zu erhalten, müssen die Auszubildenden beispielsweise Managementfähigkeiten ebenso unter Beweis stellen wie Teamgeist und fachliches Know how", so Erika Lenz, die selbst über 20 Jahre Lehrlinge ausgebildet hat.

In diesem Zusammenhang bedauerte die Präsidentin, dass der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement nicht auf einen Brief des dlv vom 13. August reagiert habe, mit dem der Verband ihm für seine Ausbildungstour durch Deutschland Ausbildungsplätze in der Haus- und Landwirtschaft angeboten habe. Wenn die Bundesanstalt für Arbeit noch ca. 35.000 Jugendliche ohne Lehrstelle auf ihrer Liste hat, dann könnten zumindest einige, die eine gute schulische Qualifikation haben, in diesem Bereich einen Ausbildungsplatz erhalten. Mit Blick auf die Forderung der Gewerkschaften nach einer Ausbildungsplatzabgabe stellt die Präsidentin klar "Ausbilden ist Fördern von jungen Menschen. Das kann man nicht staatlich verordnen."

Der dlv unterstützt die vom Ausschuss für Berufsbildung der Agrarwirtschaft gemeinsam erarbeiteten Positionen einer zukunftsorientierten Berufsbildung. Darin machen die Agrarverbände deutlich, dass sie einer hochwertigen beruflichen Bildung große Bedeutung beimessen. Das geltende Berufsbildungsgesetz habe sich für diesen Zweck bewährt. Um die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe zu unterstützen, müsse bei der familiären Erziehung und allgemeinschulischen Bildung angesetzt werden.

Bei der Ausbildung sprechen sich die Agrarverbände aus für

- eine individuelle Förderung von Auszubildenden
- die Bildung von Ausbildungsverbünden
- die Einbindung von Praktikern beim Berufsschulunterricht und der überbetrieblichen Ausbildung o Prüfungen nach dem Prinzip der Handlungsorientierung und o die Aufwertung der Zwischenprüfungen.

Bei der Weiterbildung sprechen sich die Agrarverbände aus für die Unterstützung der Meister/-innen in der Agrarwirtschaft als wichtige Führungskräfte o eine stärkere nationale und internationale Vernetzung des Systems der beruflichen Weiterbildung und eine Verbesserung der Transparenz im Weiterbildungsbereich.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Landfrauenverband e.V. (dlv) Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin Telefon: 030/31802029, Telefax: 030/31017831

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