LandFrauen wollen passives Frauenwahlrecht stärker realisiert sehen
(Berlin) - Zum 90. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrecht in Deutschland am Montag, den 19. Januar 2009 erklärt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv):
An diesem Tag sollte nicht nur dem Ereignis vor 90 Jahren gedacht werden, sondern der Blick auf die gegenwärtige Situation gelenkt werden und vor allem auf die Zukunft. Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich beim Frauenwahlrecht nicht nur um ein aktives Recht handelt - seine Stimme bei der Wahl abzugeben, sondern auch um ein passives Recht - nämlich gewählt zu werden. Bei der Betrachtung der aktuellen Zahlen, zeichnet sich ein negatives Bild:
Seit Jahren stagnieren die Zahlen von Frauen in politischen Wahlämtern. Zwar haben wir seit 2005 eine Bundeskanzlerin und liegen mit einem Frauenanteil im Deutschen Bundestag von 32 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Wehrmutstropfen gerade für den Deutschen LandFrauenverband ist aber die Tatsache, dass der Frauenanteil je kleiner die Städte werden und ländlicher die Regionen sind, desto geringer ist der Frauenanteil in den politischen Entscheidungsgremien. Nur 4 bis 5 Prozent der Bürgermeister in Gemeinden über 2000 Einwohner und 10 Prozent der Führungen in den Landkreisen sind weiblich - gerade dort, wo die Lebenswirklichkeit der Menschen unmittelbar beeinflusst wird.
Die LandFrauenbewegung in Deutschland ist durch ihre Gründerin Elisabet Boehm eng mit der Entwicklung der politischen Emanzipation von Frauen verknüpft. Inspiriert durch die Forderungen der Frauenbewegung in den Städten gründete Elisabet Boehm die LandFrauenbewegung, die die Lebensverhältnisse der Frauen auf dem Lande in den nächsten Jahren entscheidend verbessern wird. Heute mehr den je sind die LandFrauen sich bewusst, dass die Partizipation von Frauen in politischen Entscheidungsgremien elementar ist, um die Ziele des LandFrauenverbandes zu erreichen. Aber auch die Kommunen und Parlamente brauchen die Kompetenz von Frauen. Engagierte Bürgermeisterinnen aus den Reihen der LandFrauen sind der Beweis dafür. Von diesen Frauen brauchen wir mehr, dafür wird sich der Verband einsetzen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Lilo Schön, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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