Landjugend verhandelt Ausbildung / Erste Ergebnisse beim Grünen Jobgipfel
(Berlin) - Mit dem Grünen Jobgipfel hat der BDL gezeigt, dass Ausbildung anders als bisher diskutiert werden muss. Statt über die Köpfe der Beteiligten hinweg, gehört die Jugend wie bei uns mit an den Tisch, so Rosi Geyer, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Gemeinsam mit seinem Landesverband der Landjugend Berlin-Brandenburg hatte der größte Jugendverband im ländlichen Raum am Mittwoch (26. September 2006) zum ersten Grünen Jobgipfel eingeladen.
Im Plenarsaal des Landtages Brandenburg nahm ein Prozess seinen Anfang, auf den so der Schirmherr der Veranstaltung, der Landtagspräsident Brandenburgs Gunther Fritsch am besten der sperrige Begriff Aushandlungsprozess passe. Schon, dass der Grüne Jobgipfel im Plenarsaal des Landtags in Potsdam stattfinden könne, zeige, wie viel Bedeutung der Landjugendveranstaltung von der Politik beigemessen werde.
Dazu brachte die Landjugend etwa 50 junge Leute Azubis und Schüler mit PolitikerInnen, ArbeitgeberInnen und AusbilderInnen an einen Tisch. In kleinen Verhandlungsgruppen diskutierten sie gemeinsam Ansprüche, Vorurteile, Hemmnisse, Ängste, aber auch die Chancen von Ausbildung in den grünen Berufen. Als besondere Knackpunkte stellten sich u.a. das Verhältnis von Theorie zu Praxis, die Qualität der schulischen Ausbildung und die zusätzlichen Ausbildungskosten heraus.
Für Jugend und Politik blieb es nicht bei der Benennung von Problemen. So präsentierten die Jugendlichen zum Beispiel verpflichtende Praktika auch für Lehrpersonal, Zuschüsse zu anfallenden Kosten beim Blockunterricht, jugendgemäße und rechtzeitige Berufsorientierung auf grüne Berufe auch an den allgemeinbildenden Schulen und eine zeitgemäßere Ausstattung von Berufsschulen als mögliche Lösungen.
Die anwesenden PolitikerInnen, allen voran der brandenburgische Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Dietmar Woidke, nahmen die Anregungen gern auf und versprachen, die Inhalte weiter in den politischen Prozess zu tragen. Manche Zusagen wurden gleich an Ort und Stelle gemacht. Der Minister versprach den Jugendlichen ein Mitspracherecht beim Wettbewerb der Ausbildungsbetriebe. Ich fand schon das Konzept klasse. Das hier ist eben kein Jobgipfel, bei dem sich die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung hinsetzen und über die Azubis reden, sondern einer, wo sie sich selbst einbringen, so Dr. Dietmar Woidke.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Carina Gräschke, Pressereferentin, Presse
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
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