Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Landwirtschaft braucht Sparkassen und Banken als verlässliche Partner / Sonnleitner auf der Agrarkredittagung des Sparkassen- und Giroverbandes

(Berlin) - „Angemessene Preise für Agrargüter gewährleisten, dass sich die Landwirtschaft auf den Produktionszweig Nahrungsmittelproduktion konzentriert und nicht von ihr abwendet. Die Nahrungsmittelproduktion ist und bleibt unser Hauptgeschäft“. Dies sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Agrarkredittagung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes am 13. November 2007 in Berlin. Seiner Aussage nach werden unvorhersehbare Marktschwankungen zunehmen, die kaum ein Marktexperte richtig voraussagen könne. Daher empfahl Sonnleitner der Landwirtschaft, sich in der betrieblichen Planung nicht nur auf die Prognosen der Experten zu verlassen. „Wir müssen uns stärker mit der Absicherung über Kontrakte oder anderen Arten von vertraglichen Beziehungen in der Kette beschäftigen“, erklärte er. Dies habe Vorteile für alle Glieder in der Kette der Land- und Ernährungswirtschaft.

Wenn die deutsche Landwirtschaft in Europa mit an der Spitze stehe, sei sie auch für schlechtere Marktphasen gut gerüstet. „Hier dürfen wir mehr Selbstbewusstsein zeigen, wo wir schon gut im Rennen liegen. Und wir brauchen dort mehr Anstrengungen, wo wir zum Teil noch nicht voll wettbewerbsfähig sind“, betonte der DBV-Präsident. Besonders wichtig für eine wetterfeste Branche seien die politischen Rahmenbedingungen sowie Planungssicherheit für die Bauern. „In der Debatte um den Health Check fordern wir deshalb zu allererst die politische Verlässlichkeit ein, die uns 2003 zugesagt worden war“, stellte Sonnleitner fest. Die Signale in der EU-Agrarpolitik seien eindeutig in Richtung Marktorientierung gelegt. Dies müsse mit dem Gesundheitscheck bestätigt werden. Sonnleitner sprach sich für Vereinfachungen in der EU-Agrarpolitik aus und lehnte eine neue Umverteilungsdiskussion mit Größen bezogenen Obergrenzen und einer weitergehenden Modulation entschieden ab.

Der DBV-Präsident erinnerte an die traditionell guten Geschäftsbeziehungen zwischen Sparkassen und Landwirten. Er bat die Sparkassen, einer gut aufgestellten Branche auch dann zur Seite zu stehen, wenn es vorübergehend einmal finanziell etwas enger sei. „Das ist aktuell bei unseren Schweinehaltern der Fall. Hier brauchen wir das Verständnis der Sparkassen und Banken für den `Schweinezyklus´ in unserer Branche“, appellierte Sonnleitner.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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