Landwirtschaft ist stabilisierender Faktor der Wirtschaft / Sonnleitner bei Eröffnungspressekonferenz der Internationalen Grüne Woche
(Berlin) - Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bezeichnete auf der Eröffnungspressekonferenz der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Landwirtschaft als eine moderne Zukunftsbranche, in die es zu investieren gelte. Mit über 500 Milliarden Euro Umsatz sei das Agribusiness in Deutschland viertgrößter Wirtschaftszweig, liege auf Augenhöhe mit der Automobilindustrie und übertreffe die Gesundheits- und Wellnessbranche. Damit ist dieser Wirtschaftszweig nach Aussage Sonnleitners in einer Zeit stetigen Abbaus und Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland als Folge der Globalisierung zu einem stabilisierenden Faktor der heimischen regionalen Wirtschaft, des Arbeitsmarktes und der Ausbildung geworden.
Diese Leistung werde offensichtlich auch von der neuen Bundesregierung anerkannt, sagte Sonnleitner. Nun hätte man wieder das Gefühl, dass wir als Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft am Standort Deutschland als unverzichtbarer Teil von Wirtschaft und Gesellschaft willkommen sind. Doch müsste mehr getan werden, forderte der DBV-Präsident. Zur Verbesserung der Wettbewerbssituation der Betriebe sei der Abbau unnötiger Bürokratie überfällig. Auch sei es nun an der Zeit, Details der anstehenden Reformen der Tierhaltungsverordnungen zu erörtern ebenso wie die Novelle des Gentechnikgesetzes, auf die sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag verpflichtet habe.
Der Landwirt als Energiewirt sei heute keine Fiktion oder Zukunftsvision mehr, sondern Realität mit rapide wachsender Bedeutung. Derzeit würden in Deutschland rund 4 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gewonnen, weltweit rund 14 Prozent. Zu 61 Prozent stammt diese erneuerbare Energie aus der Biomasse, also aus Produkten unserer Land- und Forstwirtschaft, zeigte Sonnleitner die Größenordnung auf. Deutschlandweit seien bereits 50.000 Arbeitsplätze neu entstanden. Aktuellen Studien zu Folge sei es realistisch, dass in Deutschland in 10 bis 15 Jahren auf 4,4 Millionen Hektar rund 16 Prozent des Stroms, 10 Prozent der Wärme und 12 Prozent des Pkw-Kraftstoffes erzeugt werden könnten. Dies würde einem Marktanteil der Bioenergie am Primärenergieaufkommen von 15 Prozent entsprechen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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