Landwirtschaft und Naturschutz pflegen neue Wege des Miteinanders / Sonnleitner zum 100-jährigen Jubiläum des Naturschutzes
(Berlin) - Naturschutz kann in Gesellschaft und in Landwirtschaft nur die erforderliche Akzeptanz finden, wenn Natur erlebbar ist und wirtschaftliche Aktivitäten nicht ausgegrenzt werden. Dies sagte Gerd Sonnleitner, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), im Jahr des 100-jährigen Jubiläums des staatlichen Naturschutzes. Zum Erhalt der von Land- und Forstwirten geprägten Kulturlandschaft sei eine nachhaltige Nutzung und keine Ausgrenzung der Nutzung notwendig. Der ausschließlich ordnungsrechtliche Schutzgebiets-Naturschutz könne daher in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland nicht erfolgreich sein, betonte Sonnleitner. Es bedürfe der Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz und der Suche nach win-win-Lösungen.
Die Grundvoraussetzung für neue Wege des Miteinanders zwischen Landwirtschaft und Naturschutz sei mehr Toleranz sowie gegenseitiges Verständnis für die Möglichkeiten und Erwartungen des jeweils Anderen. Deshalb führe der Bauernverband verschiedene Naturschutz-Projekte durch, in denen sinnvolle Naturschutzmaßnahmen realisiert und die Erfordernisse der Landwirtschaft berücksichtigt würden. Sonnleitner wies darauf hin, dass es vor Ort gute Beispiele eines Wir von Naturschutz und Landwirtschaft gebe. Dagegen bestehe bei der Umsetzung der FFH- und der Vogelschutzrichtlinien hinsichtlich eines zukunftsweisenden, kooperativen Naturschutzes noch erheblicher Verbesserungsbedarf.
Im kooperativen Naturschutz würden die Interessen von Naturschutz und Landwirtschaft gleichermaßen berücksichtigt. Sonnleitner zog eine positive Bilanz im kooperativen Naturschutz: auf rund jedem dritten Hektar in Deutschland würden freiwillige Agrarumweltprogramme von den Landwirten mit speziellen Auflagen im Umwelt- und Naturschutz durchgeführt. Es sei gelungen, dass die Landwirtschaft zunehmend als starker Partner des Naturschutzes angesehen werde und die erbrachten Leistungen finanziell sowie gesellschaftlich honoriert werden. Ziel des Bauernverbandes sei es, mit unterschiedlichen Ansätzen Naturschutzmaßnahmen in Kooperation mit der Landwirtschaft zu schaffen, die auf verschiedene Standorte übertragbar sind. Beim DBV-Bördeprojekt beispielsweise werden in Zusammenarbeit mit den Landwirten auch auf hochproduktiven Ackerflächen unter anderem Blühstreifen angelegt, um die bördetypische Artenvielfalt zu erhalten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
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Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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