LAV Baden-Württemberg ruft zu Protesttag am 23. März auf / Apothekenschließungen, Notdienstversorgung und zentrale Kundgebung
(Stuttgart) - Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV BW) ruft seine Mitgliedsapotheken zur Teilnahme am bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft am 23. März 2026 auf. Der LAV will mit dem Protest ein klares Signal für die dringend benötigte Honorarerhöhung und gegen weitere Apothekenschließungen setzen.
Der Verband rechnet mit einer breiten Teilnahme seiner Mitgliedsapotheken. Die Apotheken im Land sollen am Montag, dem 23. März, weitgehend geschlossen bleiben. Die Versorgung der Bevölkerung wird über die Notdienstapotheken sichergestellt. Die Apothekenteams werden in großer Zahl bei einer zentralen Protestkundgebung in München erwartet, die für die Apotheken in Süddeutschland organisiert wird. Weitere Demonstrationen werden zeitgleich in Berlin, Düsseldorf und Hannover stattfinden.
Bereits im November 2023 hatten tausende Apothekerinnen und Apotheker aus Baden-Württemberg und Bayern bei einer Großkundgebung auf dem Stuttgarter Schloßplatz ein deutliches Zeichen gegen den ungebremsten Wegfall von immer mehr Vor-Ort-Apotheken gesetzt. Nun wird dieser Protest bundesweit fortgeführt. Ziel ist es, den Druck auf die Politik zu erhöhen und die längst überfällige Honorarerhöhung durchzusetzen.
LAV-Präsidentin Tatjana Zambo erklärt: „Hintergrund der Proteste ist weiterhin die seit über 13 Jahren ausbleibende Anpassung unseres Apothekenhonorars. Während Personal-, Energie- und Sachkosten seit 2013 um rund 65 Prozent gestiegen sind, stagniert die Vergütung pro abgegebener Arzneimittelpackung weiterhin bei 8,35 Euro. Der Koalitionsvertrag sieht eine Erhöhung auf 9,50 Euro vor – eine Umsetzung steht jedoch weiterhin aus.“ Diese Anhebung müsse jetzt umgehend kommen, sodass nicht immer weitere Apotheken schließen müssen.
Zambo weiter: „Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken ist dramatisch. Seit 2013 mussten fast 20 Prozent der Apotheken bundesweit schließen und auch bei uns in Baden-Württemberg gibt es aktuell rund 30 Prozent an Apotheken, die nur noch eine schwarze Null erwirtschaften oder in den roten Zahlen stecken. Das alles hat spürbare Folgen für die wohnortnahe Versorgung der Menschen.“ Ohne eine schnelle und verbindliche Entscheidung zur Honorarerhöhung drohe eine ungebremste Fortsetzung des Apothekensterbens.
Mit der Teilnahme an der zentralen Kundgebung in München will der LAV Baden-Württemberg ein geschlossenes und starkes Signal an die Politik senden, sagt LAV-Präsidentin Zambo: „Wir als Apothekerinnen und Apotheker in der Fläche brauchen wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen, für die Stärkung der wohnortnahen Versorgung und für die Übernahme neuer und zusätzlicher Aufgaben, wie es der Gesetzgeber vorsieht. Wir unterstützen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in ihrem Bemühen, das Honorar anzuheben. Der Protest soll als Katalysator helfen, dass das Geld nun schnellstmöglich in die Apotheken kommt.“
LAV Baden-Württemberg appelliert zugleich an die Patientinnen und Patienten, sich rechtzeitig vor oder nach dem Protesttag mit dringend benötigten Medikamenten zu versorgen. Die Notdienstapotheken stehen am 23. März für die akute Versorgung zur Verfügung.
Quelle und Kontaktadresse:
Landesapothekerverband Baden-Württemberg e.V., Frank Eickmann, stellv. Geschäftsführer(in) Kommunikation, Hölderlinstr. 12, 70174 Stuttgart, Telefon: 0711 22334-0
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