Lehrerbildung nicht schreddern!
(Berlin) - Gegen eine missbräuchliche Umsetzung der Bologna-Reform wendet sich der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Die Bologna-Reform darf nicht zum Freibrief werden, die universitäre Lehrerbildung in Deutschland zu schreddern. Bachelor- und Masterphase müssen in der Lehrerbildung ein Ganzes ergeben, betont Eckinger.
Das gegenwärtige Entscheidungsvakuum in der KMK bedroht die Professionalität des Lehrerberufs, so Eckinger. Mit Sorge sehe der VBE Versuche in Ländern, junge Menschen, die sich für den Lehrerberuf entschieden haben, mit dem Bachelor abzuspeisen und sie entsprechend niedrig bezahlt in Schulen einzubinden. Die Lehrerbildung darf nicht auf dem Altar der Länderhaushalte geopfert werden. KMK-Lippenbekenntnissen muss endlich eine bundesweit einheitliche Regelung folgen, die für alle Lehrämter gleichermaßen den universitären Masterabschluss mit 300 Leistungspunkten vorsieht, fordert Eckinger. Diese Masterphase müsse auch für jeden Bachelorabsolventen offen stehen.
Weiter sagt der VBE-Bundesvorsitzende: Wer sich für ein Lehramtsstudium entscheidet, der muss auch den Beruf ergreifen wollen. Zur Verstärkung des Berufswunsches müssen an den Universitäten die Möglichkeiten für Studierende zur Selbstüberprüfung auf Berufseignung viel mehr ausgebaut werden. Die vom VBE und den anderen dbb-Lehrerorganisationen in Auftrag gegebene Schaarschmidt-Studie belegt, dass dies der bessere Weg ist, ein Scheitern im Lehramtsstudium zu verhindern. Der falsche Weg wäre es, mit juristischen Finessen Bachelorabsolventen die Masterphase zu verweigern.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
Pressestelle
Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19
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