LH-Streik: „Nicht zu Lasten der Kunden“ / Deutsche Reisebranche ruft zur Besonnenheit auf
(Berlin) – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat – mitten in der Haupturlaubszeit – die Lufthansa-Beschäftigten ab Montag, 28. Juli 2008, zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Dass der Konflikt um einen neuen Tarifvertrag für das Boden- und Kabinenpersonal damit auf dem Rücken der Urlaubs- und Geschäftsreisenden ausgetragen wird, stößt in der deutschen Reisebranche auf Unverständnis. „Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und Lufthansa trifft damit unbeteiligte Dritte in unverhältnismäßiger Form“, mahnt der Präsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV), Klaus Laepple.
„Eine Lösung der Tarifauseinandersetzung sollte am Verhandlungstisch gefunden werden und darf nicht die Fluggäste treffen, die ihre notwendige geschäftliche Reise oder ihren wohlverdienten Urlaub antreten wollen“, appelliert Laepple an die Beteiligten zur Besonnenheit – ohne die Tarifautonomie in Frage zu stellen. „Es kann nicht im Interesse der Beschäftigten sein, die zahlenden Kunden durch massive Flugausfälle direkt zu schädigen und vielen Bürgern ihren Urlaub zu vermiesen“, macht der Präsident des größten Branchenverbands der deutschen Tourismuswirtschaft auf die besondere Verantwortung der Beteiligten – insbesondere von Verdi – aufmerksam. Vielmehr sei es Sache der beiden Parteien, gemeinsam oder unter Mitwirkung eines neutralen Dritten eine Lösung herbeizuführen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV)
Sibylle Zeuch, Pressesprecherin
Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30
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