Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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“Local-Content-Diskussion lenkt von den eigentlichen Problemen Europas ab”

(Frankfurt am Main) – Anlässlich der EU-Klausur zur Wettbewerbsfähigkeit sagt VDMA-Präsident Bertram Kawlath:
• „Die Staats- und Regierungschefs treffen sich in einem entscheidenden Moment, um den Kurs Europas in Richtung Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu setzen. Die bisherigen Korrekturen waren richtig, reichen aber bei weitem nicht aus, um den geopolitischen Realitäten zu begegnen.“

• „Auf keinen Fall darf dieser Moment nur darauf verwendet werden, um Diskussionen rund um ,Local Content‘ zu führen, die vom eigentlichen Problem ablenken: Der Standort Europa ist in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig. Überbordende und schwer umzusetzende Regulierung, ein schwächelnder Binnenmarkt und fehlende Technologieführerschaft - diese Mängel gilt es jetzt zu beseitigen.“

• „Die ersten Erfolge im Bereich Handel und Bürokratieabbau dürfen nicht durch neue Vorhaben mit neuen Regeln gefährdet werden. ,Local Content‘-Vorschriften sind kein Allheilmittel, sondern haben heftige Nebenwirkungen. Bei ihrer Umsetzung drohen neue bürokratische Hürden. Zudem geraten globale Lieferketten weiter unter Druck.”

• „Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie lässt sich nicht durch die Einführung starrer europäischer Wertschöpfungsanteile stärken. Mögliche Verpflichtungen zu europäischer Beschaffung dürfen nicht den WTO-Regeln und den gerade abgeschlossenen Handelsabkommen widersprechen.“

• „Buy European ist nur dort gerechtfertigt, wo die Sicherheitsinteressen der EU gefährdet sind und sich anders keine Abhängigkeit bei strategisch relevanten Technologien und kritischen Rohstoffen verhindern lässt.”

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Holger Paul, Leiter(in) Kommunikation, Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main, Telefon: 069 66030

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