Luftverkehrswirtschaft und Politik einig: Einheitlichen europäischen Luftraum als Klimaschutzprogramm schnell verwirklichen
(Berlin) - Spitzenvertreter der deutschen Luftverkehrswirtschaft haben beim Parlamentarischen Abend des Deutschen Verkehrsforums eine praktikable und wettbewerbsgerechte Klimapolitik für den europäischen Luftverkehr angemahnt.
Alle Teilnehmer betonten übereinstimmend die Bedeutung des Single European Sky für den Klimaschutz. Der einheitliche europäische Luftraum, der durch effizientere Flüge bis zu 12 Prozent CO2 einsparen würde, muss schnellstmöglich verwirklicht werden. Die Deutsche Flugsicherung DFS soll sich an dem Projekt federführend beteiligen. Hierin waren sich Vertreter der Regierungs- und Oppositionsfraktionen, der Umweltverbände und der Luftverkehrswirtschaft einig.
Die Luftverkehrsvertreter bekräftigten nachdrücklich die Notwendigkeit der mehrheitlichen Kapitalprivatisierung der Deutschen Flugsicherung. Ohne diese Reform könne sich die DFS nicht als aktiver Partner an der Modernisierung der europäischen Flugsicherungslandschaft beteiligen.
Mit Blick auf die Abstimmung im Europäischen Parlament zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber: Wenn der Vorschlag so umgesetzt wird, kostet das die Fluggesellschaften Milliarden Euro jährlich. Das Geld würde dann auch für Investitionen in effizientere und sparsamere Flugzeuge fehlen. Wir brauchen kein Arbeitsplatz-Exportprogramm. Wir haben Werkzeuge für den Klimaschutz, die schnell Wirkung entfalten und die wir vorrangig nutzen sollten: die Einführung eines Single European Sky, moderne Triebwerkstechnologie, bessere Flughafeninfrastruktur, direktere Flugrouten. Emissionshandel alleine hilft der Umwelt nicht.
Dr. Klaus W. Lippold, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages sagte bei der Veranstaltung, dass die Luftverkehrsbranche in den letzten Jahren enorme Fortschritte beim Umwelt- und Klimaschutz gemacht hat: Jetzt muss die Politik die richtigen Instrumente zielführend einsetzen. Insbesondere der Single European Sky muss schneller umgesetzt werden als bislang geplant.
Mit den Vertretern aus Politik, Ministerien und Verbände diskutierten auf dem Podium: Dr. Klaus W. Lippold MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages; Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender des Vorstands der Fraport AG und Vorsitzender des Präsidiums des Deutschen Verkehrsforums; Dieter Kaden, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH; Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH; Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG; Gerhard Puttfarcken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Airbus Deutschland GmbH.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Verkehrsforum e.V.
Ingrid Kudirka, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klingelhöferstr. 7, 10785 Berlin
Telefon: (030) 2639540, Telefax: (030) 26395422
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