Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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Maschinenbauprodukte sparen Strom für 90 Millionen Haushalte / Verband fordert verlässliches internationales Klimaabkommen in Kopenhagen

(Berlin) - "Mit den Produkten des Maschinen- und Anlagenbaus sparen unsere Kunden allein in Deutschland bereits heute im Vergleich zu vor zehn Jahren jährlich eine Energiemenge, die dem jährlichen Strombedarf aller 48 Millionen privaten Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz entspricht." Dies erklärte VDMA-Präsident Dr. Manfred Wittenstein anlässlich einer Pressekonferenz und der Vorstellung der beiden Studien von Prognos und Roland Berger, die die Schlüsselrolle des Maschinen- und Anlagenbaus für die Erreichung ambitionierter klima- und energiepolitischer Ziele unterstreichen.

"Und in zehn Jahren", so das Ergebnis der Studien, "können durch den Einsatz effizienter Maschinenbautechnologien zusätzliche Energieeinsparungen realisiert werden, die dem jährlichen Stromverbrauch von rund 90 Millionen privaten Haushalten entsprechen", betonte der VDMA Präsident.

Ausgedrückt in CO2-Emissionsminderungen entspricht der zusätzliche Einsparwert in zehn Jahren 198 Millionen Tonnen, das heißt einem Viertel der gesamten jährlichen CO2-Emissionen Deutschlands im Jahr 2008. "Unsere Branche kann damit eine Menge dazu beitragen, auch ambitionierte klimapolitische Ziele zu erreichen", so Wittenstein.

Um dieses Potenzial heben zu können, forderte der VDMA-Präsident ein verlässliches Klimaschutzabkommen. "Nur dann sind Investitionen in energieeffiziente Produkte ökologisch und ökonomisch ein Gewinn."

Kunden des Maschinenbaus sparen erhebliche Energiekosten

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann sich durch die Fokussierung auf Energieeffizienz vom Wettbewerb abheben, denn Produktfunktionalität und -effizienz werden in Zukunft die entscheidenden Kaufkriterien sein. Die Kunden des Maschinenbaus sparen wiederum erhebliche Energiekosten:

Während Kundenbranchen allein in Deutschland heute im Vergleich zu vor zehn Jahren bereits knapp sieben Milliarden Euro jährlich sparen, können deren Energiekosten in zehn Jahren zusätzlich um weitere 12,5 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt werden.

Politische Rahmenbedingungen müssen verbessert werden

Allerdings ist Energieeffizienz noch kein Selbstläufer. Um die vorhandenen Einsparmöglichkeiten zu realisieren, sind zwei Dinge erforderlich, betonte Thorsten Herdan, der energiepolitische Sprecher des VDMA: "Für die weitere Technologieentwicklung benötigen die Maschinenbauer weiterhin Freiraum für unternehmerische Entscheidungen und Innovation." Die Festschreibung von Leitmärkten durch den Staat ist sowohl für den Maschinen- und Anlagenbau als auch für seine Kunden und letztlich auch die Umwelt kontraproduktiv. Stattdessen ist die flankierende Unterstützung durch den Staat, etwa in der technischen Bildung und in der Forschungsförderung der richtige Weg, um die internationale Spitzenposition deutscher Unternehmen bei umweltschonenden Technologien zu erhalten. "Dabei ist es unerlässlich, endlich das neue Instrument der steuerlichen Forschungsförderung zu nutzen", forderte Wittenstein.

Die Studien von Prognos und Berger machen zudem deutlich, dass effiziente Technologien auch vermehrt zum Einsatz kommen müssen. Verlässliche politische Rahmenbedingungen sind dafür eine Grundvoraussetzung. Daneben bedarf es aber zügig und verstärkt gemeinsamer Informations- und Aufklärungsangebote der herstellenden Industrie und der Politik, etwa über Lebenszykluskostenbetrachtungen.

Die weltweiten Energiespar- und CO2-Minderungspotenziale, die durch die Verbreitung effizienter Maschinenbautechnologien realisiert werden können, sind enorm. Es liegt daher im Interesse des Maschinen- und Anlagenbaus, dass Kopenhagen zum Erfolg wird. "Der Erfolg Kopenhagens wird stark davon abhängen, ob es gelingt, ambitionierte internationale Klimaschutzziele zu vereinbaren, ohne den Schutz geistigen Eigentums aufzuweichen", erklärte Wittenstein. Denn Investitionen in effiziente Technologien lohnen sich nur, wenn Innovationen der Unternehmen geschützt sind. Der beste Weg zur Verbreitung effizienter Technologien seien daher offene Märkte, Kooperationsmodelle und die Förderung des privaten Sektors in den weltweiten Absatzmärkten.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Marlies Schäfer, Pressesprecherin Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511

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