Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Massiver Ärzteprotest in Köln - 1500 Demonstranten vor dem Dom!

(Berlin/Köln) - "Bern und Basel sind nicht weit - gutes Geld für Nachtarbeit!", skandierten gestern (2. Juni 2010) streikende Ärztinnen und Ärzte aus über 62 kommunalen Kliniken bei einer Großdemonstration in Köln. Damit machten sie ihrem Ärger über die völlig unzulängliche Bezahlung der Bereitschaftsdienste an deutschen Krankenhäusern Luft. Die Kundgebung in der Kölner Innenstadt war eine eindrucksvolle Demonstration der Stärke und Solidarität: Rund 1.500 streikende Ärztinnen und Ärzte aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen versammelten sich in der Domstadt, um den Funktionären der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) eine klare und unmissverständliche Botschaft zu senden: "Schluss mit der Geringschätzung ärztlicher Arbeit! Schluss mit der Unterbesetzung in den Kliniken! Schluss mit der Dauerblockade in dieser Tarifrunde!"

"Die Ärzte haben die Nase gestrichen voll von den Provokationen der Arbeitgeber, die seit Monaten eine Verhandlungslösung blockieren und die Verhältnisse an den Kliniken schönreden. Dabei haben die Arbeitgeber noch nicht einmal alle Vereinbarungen des alten Tarifvertrages umgesetzt, wie Überstundenbezahlung und elektronische Zeiterfassung", sagte der Ehrenvorsitzende des Marburger Bundes und Vizepräsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, bei der Kundgebung auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom. Auch ohne den Ausstand würde auf vielen Stationen schon jetzt mit Minimalbesetzung gearbeitet. Dies funktioniere nur, weil die Ärztinnen und Ärzte regelmäßig an die Grenzen dessen gehen würden, was die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes zuließen, so Montgomery.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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