Masterplan Güterverkehr und Logistik darf nicht den Straßengüterverkehr zusätzlich belasten
(Bad Homburg) - Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller begrüßt, dass sich das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung dem Problem des immer stärker steigenden Güterverkehrs annimmt. Der vorliegende Entwurf eines Masterplans greift wichtige Punkte auf, die Stauvermeidung ist auch im Interesse des Klimaschutzes von zentraler Bedeutung. Daher ist der verstärkte Ausbau von Verkehrsachsen und -knoten sowie eine Optimierung des Baustellenmanagements an den Bundesautobahnen unerlässlich. Der schnelle Ausbau von Park- und Tankanlagen entlastet zusätzlich.
VDIK-Präsident Volker Lange: Das erneute Drehen an der Mautschraube lehnt der VDIK allerdings ab. Angesichts der notwendigen Transportleistung gibt es keine realistische Alternative zur Straße und die Bundesregierung sollte im Interesse einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft davon absehen, Kasse zu machen.
Der Schiene kommt natürlich eine wichtige ergänzende Funktion im Güterverkehr zu. Angesichts des insgesamt stark steigenden Güterverkehrsaufkommens kann es jedoch schon als Erfolg angesehen werden, wenn die Schiene ihren Anteil von 17 Prozent an der Gütertransportleistung in Zukunft hält. Eine sinnvolle Maßnahme hierzu ist die Schaffung eines einheitlichen europäischen Schienenraums. Die Politik sollte sich jedoch von der Hoffnung verabschieden, dass die Schiene einen größeren Anteil an der zu erwartenden Steigerung des Güterverkehrsaufkommens übernehmen kann. Bei einer Steigerung der Verkehrsleistung um ca. 390 Mrd. tkm bis zum Jahr 2025 wird die Schiene nur rund 60 Mrd. tkm, d. h. etwas über 15 Prozent, übernehmen.
Lange weiter: Konsequenzen müssen folgen und die Investitionen in die Infrastrukturpolitik müssen sich an einer realistischen Bewertung der Entwicklung der Verkehrsträger orientieren, der Anteil der Investitionen in die Straßenverkehrsinfrastruktur muss deutlich höher sein als der in die Schiene. Die Nutzfahrzeug-Branche ist zukunftsfähig: Neue sparsame, schadstoffarme Lkw und technische Innovationen leisten schon jetzt wesentliche Beiträge zur Bewältigung des Güterverkehrs und werden dies auch in der Zukunft tun.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)
Thomas Böhm, Leiter, Presse und Public Relations
Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg
Telefon: (06172) 98750, Telefax: (06172) 987520
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