Matecki: Auch nach der Wahl müssen Entlassungen verhindert werden
(Berlin) - Zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki am Dienstag (1. September 2009) in Berlin:
"Der bislang erfreulich geringe Anstieg der Arbeitslosigkeit ist kein Grund zur Entwarnung. Gegenwärtig verhindert der massive Einsatz von Kurzarbeit, dass die Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Arbeitszeitverkürzung erweist sich somit als ein äußerst effizientes arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitisches Instrument.
Die Gewerkschaften erwarten nun von den Unternehmen, dass sie auch nach der Bundestagswahl alles tun, um Entlassungen in der Krise zu verhindern. Sollte sich herausstellen, dass die bisherige Kooperation wahltaktisch motiviert war, hätte das schwerwiegende Folgen für den sozialen Frieden im Land.
Darüber hinaus muss die Politik die Weichen für einen nachhaltigen Aufschwung stellen. Dazu gehören mehr öffentliche Investitionen in Bildung, Gesundheit und Infrastruktur sowie ein konsequentes Vorgehen gegen eine drohende Kreditklemme. Letzteres erfordert strikte Regeln und direkte Eingriffe in die Geschäftspolitik der Banken."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Pressestelle
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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