Matecki: Jetzt den Aufschwung stützen
(Berlin) - Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki am Donnerstag, 3. Januar 2008, in Berlin:
Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Der kräftige Aufschwung sorgt für mehr Jobs, auch wenn die Qualität der Jobs Leiharbeit, Befristungen weiterhin mangelhaft ist. Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember saisonbedingt nur leicht gestiegen. Jetzt geht es darum den Aufschwung tarif- und wirtschaftspolitisch zu stützen.
Die Achillesferse des aktuellen Konjunkturhochs bleibt der private Konsum. Aufgrund der schwachen Realeinkommen ist der heimische Verbrauch trotz Aufschwung noch immer nicht in Schwung gekommen. Sollten jetzt Investitionen und Export zurückgehen wie von der Mehrheit der Wirtschaftsforschungsinstitute prognostiziert - dann liegt die Wirtschaft wieder am Boden. Kräftige Tariflohnsteigerungen können im laufenden Jahr dafür sorgen, dass die Lohnentwicklung den Konsum stützt. Gleiches gilt für Mindestlöhne. Zudem verbessert eine bessere Jobqualität die Einkommen und Einkommensperspektiven. Hier ist die Politik am Zug.
Darüber hinaus sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Finger von der Zinsschraube lassen. Wirkliche Inflationsgefahren gibt es nicht. Höhere Zinsen würden aber vor dem Hintergrund der Finanzkrise und des Eurohochs den Wachstumsmotor drosseln. Für die einhergehenden Jobverluste würde die EZB die alleinige Verantwortung tragen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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