Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Matecki: Mehr Verbraucherschutz für Sparer ist das Gebot der Stunde

(Berlin) - Anlässlich der morgigen (18. Februar 2009) Beratungen des Kabinetts zur Stärkung der Rechte der Anleger am Finanzmarkt sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki am Dienstag (17. Februar 2009) in Berlin:

"Die Bundesregierung hat im letzten Herbst mit ihrem nationalen Rettungsschirm für die Banken umgehend gehandelt und quasi über Nacht Milliardenbeträge für das marode Bankensystem zur Verfügung gestellt. Auf einen besseren Schutz am Kapitalmarkt warten die VerbraucherInnen hingegen immer noch.

Die Bundesregierung muss nun endlich handeln und den Schutz für SparerInnen erhöhen. Die Pläne der Bundesregierung, die Verjährungsfristen bei Falschberatung von drei auf zehn Jahre zu erhöhen, umfangreichere Beratungsdokumentationspflichten für die Banken vorzuschreiben und eine klare und deutliche Risikokennzeichnung für Finanzprodukte einzuführen, sind richtige, längst überfällige Schritte. Sie reichen jedoch bei weitem nicht aus."

Der DGB fordert sein langem:

- die Einführung eines Finanzdienstleistungs-TÜVs in Deutschland. Die BaFin muss die Möglichkeit bekommen, VerbraucherInnen vor unsicheren Anlageformen zu warnen.

- VerbraucherInnen müssen bei falscher und verlustreicher Anlageberatung ihre Schadensersatzansprüche effektiv durchsetzen können.

- Die unabhängige Finanzberatung der Verbraucherzentralen der Länder muss mit staatlichen Mitteln ausgebaut und gestärkt werden.

- die Pflicht zur Offenlegung aller Kosten - also Abschluss-, Verwaltungs- und Kapitalanlagekosten.

- Eine verbraucher- und arbeitnehmerorientierte Finanzberatung muss durch qualifizierte Anlageberater durchgeführt werden. Bankmitarbeiter brauchen ordentliche Gehälter, ausufernde Provisionsbestandteile in ihrem Einkommen sind jedoch abzulehnen.

"Wenn die ArbeitnehmerInnen schon privat für das Alter vorsorgen sollen, müssen sie auch besser vor den Auswüchsen eines unsozialen und risikoreichen Kapitalmarkts geschützt werden. Die Zeit drängt für die Zivilisierung der Finanzmärkte. Unverzichtbarer Bestandteil ist dabei ein neu geregelter und umfassender Verbraucherschutz", unterstrich Matecki.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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