Pressemitteilung | ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
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Medienberichte sind geeignete Konjunkturindikatoren

(München) - Wirtschaftsjournalisten beschreiben nicht nur die aktuelle Konjunkturlage, ihre Berichte kondensieren auch eine Fülle unterschiedlicher Informationen und eignen sich daher selbst als Konjunkturindikatoren. Eine neue Studie des Münchner ifo Instituts weist der Berichterstattung der FAZ, des Handelsblatts und der Süddeutschen Zeitung eine gute Eignung zur Prognose realwirtschaftlicher Abschwungphasen in Deutschland nach. Die Autoren der Studie summieren für Ihre Analyse Artikel, in denen das Wort Rezession vorkommt, und konstruieren den R(ezessions)-Wort-Index. Zwischen 1986 und 2007 zeigt der Index den Beginn und Zeitraum der stattgefundenen Rezessionen (1991 und 2001) gut an. Am aktuellen Rand zeigt der Index als Folge der Finanzkrise einen sehr hohen Wert an, der allerdings durch Berichte über Rezessionsgefahren in den USA etwas verzerrt wird. Ob der aktuelle Wert des Indikators als Zeichen einer kommenden Rezession in Deutschland zu werten ist, hängt zudem entscheidend davon ab, ob der Index in den kommenden Monaten dieses hohe Niveau halten wird.

Der R-Wort-Indikator basiert auf einer Idee der Zeitschrift `The Economist´, die seit Anfang der 90er Jahre Artikel der Zeitungen `New York Times´ und `Washington Post´, in denen das Wort `Recession´ vorkommt, zählt.

Einem weiteren Datensatz, der den Inhalt der meinungsbildenden Medien qualitativ auswertet und von Media Tenor generiert wird, können die Autoren ebenfalls Prognosequalitäten für das gesamtwirtschaftliche Wachstum nachweisen. "An die Prognosequalität des ifo Geschäftsklimaindex kommt die Berichterstattung aber nicht heran", erklärt Johannes Mayr, Mitarbeiter des ifo Instituts. Der Geschäftsklimaindex war im Januar überraschend gestiegen.

Der Artikel steht als Download zur Verfügung:

http://www.cesifo-group.de/link/R-Wort-Indikator-0108.pdf.

Quelle und Kontaktadresse:
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Pressestelle Poschingerstr. 5, 81679 München Telefon: (089) 92240, Telefax: (089) 985369

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