"Mehr als 75.000 Lehrkräfte fordern bei Warnstreiks acht Prozent mehr Gehalt" / Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst/Länder: Heute 10.000 Beschäftigte aus dem Bildungsbereich an Aktionen beteiligt
(Franfurt am Main) - Die Gewerkschaften haben ihre Warnstreiks und Aktionen in dieser Woche fortgesetzt: Allein heute beteiligten sich rund 10.000 Beschäftigte aus dem Bildungsbereich, überwiegend Lehrkräfte, an den Aktivitäten. Im Laufe der Woche waren es in allen Teilen der Republik 32.000 Kolleginnen und Kollegen. "Damit haben die Beschäftigten ein deutliches Signal für die Tarifforderung der Gewerkschaften nach acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro gesetzt. Für sie ist die Blockadehaltung der Arbeitgeber eine Provokation. Die Beschäftigten haben mit ihren Aktionen klar gemacht: Sie sind auch zu Erzwingungsstreiks bereit, wenn die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen", sagte Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag in Frankfurt a.M.
Die hohe Beteiligung insbesondere der Lehrkräfte zeige, dass in dieser Tarifrunde zudem eine strukturelle Verbesserung der Einkommen für junge Lehrkräfte durchgesetzt werden muss, betonte Schaad. Diese hätten als einzige Berufsgruppe durch den Wechsel vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) auf das neue Tarifsystem, den Tarifvertrag der Länder (TV-L), dramatische Einkommensverluste erlitten.
Schwerpunkte der Warnstreiks, Demonstrationen und Aktionen lagen heute in Baden-Württemberg (Stuttgart, Rede: GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz), Bremen und Sachsen-Anhalt (dezentrale Warnstreiks, Kundgebungen in Stendal (Rede: GEW-Vorstandsmitglied Ilse Schaad) und Magdeburg (Rede: GEW-Landesvorsitzender Thomas Lippmann) sowie Aktionen an den Hochschulen Magdeburg und Merseburg.
Bereits in der vergangenen Woche hatten etwa 45.000 Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Beschäftigte an Hochschulen - gemeinsam mit mehreren zehntausend Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder - den Gewerkschaftsforderungen Nachdruck verliehen.
Info: Die dritte und letzte Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften verdi, Gewerkschaft der Polizei (GdP), GEW sowie der dbb Tarifunion findet am 14./15. Februar in Potsdam statt. Die Arbeitgeber hatten in den ersten beiden Runden kein Angebot vorgelegt.
Über die laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GEW berichten wir aktuell unter www.gew-tarifrunde.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der GEW-Landesverbände (schnell zu erreichen über die interaktive Landkarte auf www.gew.de). In unserem Portal finden Sie auch alle weiteren (Hintergrund-)Infos.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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