Mehr Frauen in Gremien des ländlichen Raums
(Berlin) - Mit den vor Kurzem von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex beschlossenen Kodex-Änderungen sind die Erwartungen des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (dlv) nur teilweise erfüllt. "Es ist gut, dass erstmals Empfehlungen für mehr Vielfalt bei der Besetzung der Aufsichtsratsposten enthalten sind. Allerdings ist Zweifel angebracht, ob die eher vagen Empfehlungen tatsächlich helfen, einen Wandel in den männlich geprägten Strukturen in deutschen Aufsichtsräten herbeizuführen. Die von uns erwartete Schubwirkung, für mehr Frauen mit Sitz und Stimme in den Gremien des ländlichen Raums dürfte damit leider deutlich geringer ausfallen", so Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes.
Angesichts der gravierenden Auswirkungen der Wirtschaftskrise besteht inzwischen Konsens, dass die gemischte Besetzung von Gremien mit Frauen und Männern zur Normalität werden muss. Das wirkt sich nicht nur günstig auf die Unternehmenskultur und Kommunikation aus, sondern bringt auch mehr Alltagsnähe und Nachhaltigkeit bei Entscheidungen.
Im ländlichen Raum und den damit verbundenen Bereichen liegt die Entscheidungsgewalt in den politischen, institutionellen und wirtschaftlichen Strukturen noch überwiegend in männlicher Hand. "Wer hier auf die weibliche Sicht verzichtet und das Know-how von Frauen negiert, nimmt Fehlentscheidungen in Kauf", erläutert Scherb. Der Deutsche LandFrauenverband fordert deshalb mehr Frauen in die Gremienarbeit des Ländlichen Raumes einzubeziehen. Aufsichtsräte müssen mit mindestens 40 Prozent Frauen besetzt sein. Die dlv-Präsidentin macht deutlich: "Das betrifft gleichermaßen landwirtschaftsnahe Unternehmen - z. B. die Genossenschaften - wie die großen börsennotierten Aktiengesellschaften des Landes."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
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Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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