Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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Mehr Jugendbeteiligung braucht das Land / BDL zur Demografiestrategie der Bundesregierung

(Berlin) - "Wir sagen es laut und wiederholen es gern solange, bis jeder verstanden hat: Der demografische Wandel ist gestaltbar. - Aber nicht ohne Jugendbeteiligung", so Sebastian Schaller nach dem Demografiegipfel der Bundesregierung. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend hat sich bei dem Strategiekongress am Dienstag in Berlin genau umgeschaut und festgestellt, dass die jungen Menschen dort vor allem ihr Gesicht zeigen und weniger tatsächlich mitwirken sollten.

Verfestigt hat sich dieser Eindruck durch einen Blick auf die im Demografieportal veröffentlichten Dokumente. Nur in acht der insgesamt rund 1800 Dateien spielt Jugendbeteiligung eine Rolle. Da verwundert es wenig, wenn der BDL der Ansicht ist, dass Jugend im Strategieprozess der Bundesregierung noch zu wenig beteiligt wird.

"Wenn es um «die» Jugend geht, scheitern Diskussionen schnell am Schubladendenken", kritisiert der stellv. BDL-Bundesvorsitzende. Dabei gehe es doch darum, aktiv eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung aller Generationen anzuregen und für die Gestaltung des demografischen Wandels zu nutzen. "Dafür braucht es junge Menschen als Experten in eigener Sache", so Schaller, "und sie müssen so beteiligt werden, dass sie es annehmen können und es zu ihnen passt."

Für den BDL ist klar: Partizipation von Jugendverbänden ist einer der ausschlaggebenden und wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht den demographischen Wandel zu gestalten. Das machte Sebastian Schaller beim Strategiekongress Demografie am 22. September im Gespräch mit Staatssekretären aus dem Bundesverkehrs-, Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium sehr deutlich. "Wir brauchen außerdem aktive ländliche Regionen in Deutschland, in denen Menschen sich in ihrem Gemeinwesen engagieren. Deshalb setzen sich die Jugendverbände für schnelle Breitbandversorgung, interkommunale Verständigung, intelligente Mobilitätsangebote und effektive Bildungsstrukturen ein", hatte er auf dem Podium deutlich gemacht.

Damit prägte der junge Mann die mit "Lebensqualität in Stadt und Land fördern" überschriebene Debatte. Ihr Fazit: Partizipation und Kommunikation bleiben Schlüsselworte bei der Frage der Bewältigung des demografischen Wandels. "Jugendliche und junge Menschen werden dort leben, wo ihre Interessen und Bedürfnisse ernstgenommen und umgesetzt werden, wo sie Lebens- und Bleibeperspektiven finden", sagte der stellv. BDL-Bundesvorsitzende in Berlin zur Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen.

Die Anregung des Innenministers Thomas de Maizière beim Demografiegipfel, "Erwachsene vom Stuhl zu stoßen und kleine Revolutionen zu beginnen", nimmt die Landjugend gern auf. "Für uns heißt das, auf Augenhöhe gemeinsam die ländlichen Räume zu gestalten", stellt Schaller fest.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Fax: (030) 31904-206

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