Pressemitteilung | Deutscher Brauer-Bund e.V. (DBB)
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„Mehrheit der Deutschen genießt Bier maß- und verantwortungsvoll!“ / Deutsche Brauer widersprechen Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen

(Berlin) - „Bier ist ein Lebensmittel, das von der großen Mehrheit der Deutschen genuss- und maßvoll konsumiert wird. Diese Menschen genießen ihr Bier, ohne sich oder Dritten Schaden zuzufügen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), Peter Hahn, die gestern veröffentlichten Aussagen des Geschäftsführers der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Horst Hüllinghorst, zu den Ergebnissen des Drogen- und Suchtberichtes 2006.

„Bier ist ein Getränk, das nicht per se krank macht“, so Hahn. Im Gegenteil: „Ein maßvoller Bierkonsum bringt sogar gesundheitliche Vorteile, das haben mehr als 3.000 unabhängige medizinische Studien eindeutig belegt.“ Die DHS verfemt nach Einschätzung des Brauer-Bundes mit ihren Aussagen eine ganze Produktgruppe – und kultiviere so eine völlig undifferenzierte Sicht des Problems. „Nicht der Gebrauch unserer Produkte ist das Problem, sondern der Missbrauch durch einzelne Verbraucher, die das rechte Maß verloren haben“, so Hahn. Diesen Menschen müsse zielgerichtete und effiziente Hilfe angeboten werden, ohne die überwiegende Mehrheit der Verbraucher, für die Bier Teil der Lebensqualität ist, für das Fehlverhalten einzelner Konsumenten zu bestrafen. „Die DHS fordert eine alkoholpolitische Machete, wo der Einsatz der Maßnahmen-Pinzette wesentlich effizienter und Erfolg versprechender wäre“, so das Urteil des Verbandsvertreters.

So verfolge der Geschäftsführer der DHS mit seiner Forderung nach einer Senkung des Pro-Kopf-Verbrauches alkoholhaltiger Getränke einen völlig veralteten und überholten Ansatz. „Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch sagt doch nichts über die Art des Konsums des Einzelnen aus: Wer heute alkoholhaltige Getränke in schädlichen Mengen konsumiert, wird sich auch von den von der DHS geforderten restriktiven Maßnahmen nicht davon abhalten lassen, dieses missbräuchliche Konsumverhalten fortzusetzen.“ Das von der DHS zitierte Beispiel Frankreich belege dies sehr deutlich: „Hier konnte zwar der Pro-Kopf-Verbrauch durch stark restriktive Maßnahmen gesenkt werden. Das Problem des Alkohol-Missbrauches blieb von dieser Veränderung jedoch völlig unberührt“, so das Urteil des Brauervertreters.

Auch die Forderung der DHS nach Werbeverboten führt nach Einschätzung des DBB ins Leere: „Bisher konnte keine Studie nachweisen, dass die Werbung für alkoholhaltige Getränke den Verbrauch dieser Produkte erhöht. Im Gegenteil: Zahlreiche Beispiele aus anderen Ländern belegen, dass Werbung allein der Sicherung von Marktanteilen und nicht der Steigerung der Konsummenge dient, “ so der DBB-Vertreter. „Warum rauchen ihrer Meinung nach 600 Millionen Chinesen, ohne je mit Werbung in Berührung gekommen zu sein? Warum war der Verbrauch an alkoholhaltigen Getränken in den Gebeten der ehemaligen DDR höher als in den alten Bundesländern – obwohl die DDR nicht für Werbung bekannt war? Warum sinkt in Deutschland seit Jahren der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier, obwohl die Ausgaben für Werbung weiter steigen? Diese Fragen sollte die DHS schlüssig beantworten, bevor sie solche für eine ganze Wirtschaft einschneidenden Maßnahmen fordert“, so Hahn.

Auch die Forderungen nach der Begrenzung der Abgabeorte und der Erhöhung der Preise für alkoholhaltige Getränke weist der Verbandsvertreter scharf zurück: „Das ist nun wirklich ein Griff in die alkoholpolitische Mottenkiste: Sehen Sie sich doch nur einmal die skandinavischen Länder an: Nirgendwo ist der Vertrieb und der Verkauf alkoholhaltiger Getränke stärker reglementiert, nirgendwo ist Alkohol teuer als in diesen Ländern. Aber nirgendwo werden alkoholhaltige Getränke missbräuchlicher konsumiert als zum Beispiel in Schweden. Diese Forderung entlarvt sich damit als reine Polemik sie entbehrt jeder wissenschaftlichen Basis.“ (Hahn) Die deutschen Brauer bekennen sich ohne Ausnahme zu einem maßvollen Konsum ihrer Produkte. „Wir sehen uns bei sinnvollen, effizienten und vor allem zielgerichteten Maßnahmen zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs in Deutschland als Partner, nicht als Gegner der DHS. Wir fordern jedoch einen wirklich fundierten Ansatz, der neben den möglichen Schäden des missbräuchlichen Konsums auch den volkswirtschaftlichen Beitrag des maßvollen Konsums mit berücksichtigt. Die deutsche Brauwirtschaft ist ein wichtiger wirtschaftlicher Motor in Deutschland: Fast 500.000 Menschen finden direkt und indirekt durch den Verkauf von Bier Arbeit, die deutschen Brauer tragen mit fast 890 Mio. Euro zu den Länderhaushalten bei, auch den Bundeshaus halt stützen die deutschen Brauer durch zahlreiche Steuerbeiträge. Eine ausgewogene Alkoholpolitik muss diese Beiträge in der Gleichung berücksichtigen.“ (Hahn)

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Brauer-Bund e.V. (DBB) Birte Kleppien, Pressesprecherin, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Neustädtische Kirchstr. 7A, 10117 Berlin Telefon: (030) 20916715, Telefax: (030) 20916798

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