Metaller machen mit 65 000 Warnstreikenden weiter Druck
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie am Mittwoch mit hoher Intensität fortgesetzt. Über 65 000 Beschäftigte aus rund 290 Betrieben demonstrierten bis zum frühen Nachmittag (Stand 15 Uhr) mit Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Protestaktionen für ihre Tarifforderung. Weitere 2 600 Beschäftigte hatten sich bereits am Dienstag (18. April 2006) in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an Warnstreikaktionen beteiligt.
Am Aktionstag des IG Metall Bezirks Küste folgten einen Tag vor der vierten Verhandlungsrunde über 25 000 Beschäftigte aus 131 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen und Protestaktionen dem Aufruf der IG Metall. In Hamburg-Finkenwerder versammelten sich 2 500 Beschäftigte der Airbus-Werke gemeinsam mit 1 500 Streikenden von ver.di. In der Region Rendsburg-Eckernförde folgten über 500 Beschäftigte aus sechs Betrieben und an der Unterelbe rund 1 150 dem Aufruf der IG Metall. In Lübeck demonstrierten 500 Metaller und in Flensburg 1 600 für ihre Forderung. In der Region Oldenburg/Wilhemshaven traten rund 2 500 Beschäftigte in den Ausstand. In Emden protestierten am frühen Morgen 1 400 Beschäftigte vor dem Werkstor der Nordseewerke und in Papenburg 2 000 Beschäftigte bei der Meyer-Werft. In Bremerhaven traten 800 Beschäftigte aus acht Betrieben und in Bremen über 1 500 Metaller in den Ausstand. In Rostock machten rund 750 Mitarbeiter der beiden Werften von Caterpillar, der Aker-Werft, Neptun und Siemens bei einer Kundgebung ihrem Unmut Luft. Bei der Volkswerft in Stralsund legten 400 Beschäftigte und auf der Peene-Werft in Wolgast 350 Mitarbeiter die Arbeit nieder. In Wismar demonstrierten 550 Metaller.
Ein weiterer Schwerpunkt der Aktionen lag in Bayern mit über 20 000 Warnstreikenden aus über 40 Betrieben. Unmittelbar vor Beginn der fünften Tarifrunde in Bayern hatten rund 10 000 Metaller bei BMW, Knorr-Bremse und weiteren Münchner Unternehmen die Arbeit niedergelegt und sich zu einer Kundgebung versammelt. In Augsburg traten rund 8 000 Beschäftigte aus 24 Betrieben, u.a. MAN, Osram, EADS und Siemens, in den Warnstreik. Weitere Aktionen gab es mit 900 Metallern vor dem BMW-Werkstor in Landshut. In Bad Neustadt folgten 1 150 Mitarbeiter der Firmen Preh, Gardner Denver, Siemens, BSH und Reich der Aufforderung der IG Metall und versammelten sich zu einer Kundgebung. Weitere Aktionen gab es in Füssen, Memmingen und Moosburg.
Im IG Metall Bezirk Frankfurt traten mehr als 13 000 Beschäftigte aus 76 Betrieben in den Ausstand. Allein in Rheinland-Pfalz folgten 8 000 Metaller dem Aufruf der IG Metall. In Wörth versammelten sich über 5 000 Beschäftigte aus fünf Betrieben, u.a. das DaimlerChrysler Lkw-Werk, zu einer Kundgebung in der Innenstadt. In Betzdorf beteiligten sich 140 Beschäftigte aus zwei Betrieben an einer einstündigen Arbeitsniederlegung und in Neuwied 300 Beschäftigte aus 16 Betrieben. In Kaiserslautern protestierten über 3 000 Metaller aus sieben Betrieben bei Warnstreiks und einer Kundgebung im Stadtzentrum. In Hessen war die Region um Herborn ein Schwerpunkt, wo am Vormittag 2 900 Beschäftigte aus 22 Betrieben die Arbeit niederlegten. In Hanau fuhren 400 Metaller aus sechs Betrieben in 85 Autos vor den Sitz des Arbeitgeberverbandes und übergaben dort zwei symbolische Betonköpfe. Rund 300 Metaller folgten in Frankenberg sowie 1 500 Beschäftigte aus acht Betrieben in Offenbach dem Aufruf der IG Metall. In Thüringen waren am frühen Morgen 120 Beschäftigte des Kaeser Kompressorenwerks in Gera im Warnstreik und am Mittag rund 80 Beschäftigte der Magna Cosma Europe in Heiligenstadt.
In Niedersachsen folgten rund 5 600 Metaller aus 47 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. In Göttingen versammelten sich 1 500 Metaller aus zwölf Betrieben, u.a. Firma Bosch, Novellis, Zeiss und Sartorius, zu einer Kundgebung. In Stadthagen traten knapp 600 Beschäftigte der Firma Faurecia in den Ausstand. Weitere Aktionen gab es in Goslar/Osterode, in Hameln, Hannover und Hildesheim.
Im IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen folgten knapp 1 200 Metaller aus acht Betrieben dem Aufruf der IG Metall. Am Morgen legten 300 Mitarbeiter der MAN Roland Druckmaschinen AG in Plauen die Arbeit nieder. In Bautzen beteiligten sich rund 550 Beschäftigte der Firma Bombardier Transportation an einem Warnstreik. Am Mittag versammelten sich rund 180 Beschäftigte der Betriebe LTB Leitungsbau, Siemens-Transformatoren-werk, Siemens Zweigniederlassung und EADS EFW in Dresden zu einer gemeinsamen Protestkundgebung. Weitere Aktionen gab es bei Bosch Rexroth und der Siemens AG in Chemnitz.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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