Pressemitteilung | Deutscher Mieterbund e.V. (DMB)
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Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips: Koalition einigt sich auf Wohn-Riester / Kein großer Wurf – kein Grund zur Euphorie

(Berlin) - „Der Koalitionskompromiss, nach dem die selbst genutzte Immobilie in die geförderte Altersvorsorge mit einbezogen wird, ist alles andere als ein großer Wurf. Es besteht kein Grund zur Euphorie. Tatsächlich weist die Vereinbarung von CDU und SPD gravierende Schwächen auf“, kommentierte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, die Einigung der Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD auf der Klausurtagung in Bonn.

Der Mieterbund-Präsident kritisierte, dass das jetzt beschlossene Wohn-Riester-Modell eine Art Ersatz-Eigenheimzulage darstelle. „Durch die Hintertür der `Altersvorsorge´ darf nicht eine als falsch erkannte Förderpolitik wiederbelebt werden. Das macht keinen Sinn. Die Wirksamkeit des jetzt beschlossenen Modells ist mehr als zweifelhaft.“

Rips bestätigte, dass Immobilien grundsätzlich ein wichtiges Instrument der Altersvorsorge sein können. Das gelte aber nicht nur für das selbst genutzte Eigenheim oder die selbst genutzte Eigentumswohnung, sondern erst recht für vermietete Immobilien. Daneben komme es ganz entscheidend auf die spätere Möglichkeit der Vermarktung an. Hierzu seien objektive Informationen zum Beispiel über den Verbraucherzentrale Bundesverband und seine Mitgliedsorganisationen notwendig. Geprüft werden müsse auch, ob Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz oder für einen barrierefreien bzw. behindertengerechten Ausbau in die Förderung mit einbezogen werden sollten.

Mieterbund-Präsident Rips fasste die DMB-Position zur Einbeziehung von Immobilien in die Altersvorsorge in vier Punkten zusammen:

- Die Einbeziehung der Immobilien in die Altersvorsorge ist richtig.

- Die Förderung muss sich auch auf vermietete Immobilien erstrecken.

- Maßnahmen zur Sicherung des Wertes bzw. der Vermietbarkeit der Immobilien, wie die Verbesserung der Energieeffizienz oder der barrierefreie Ausbau, sind zu berücksichtigen.

- Eine objektive Information und Beratung ist unverzichtbar.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Mieterbund e.V. (DMB) Ulrich Ropertz, Sprecher, Presse Littenstr. 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 223230, Telefax: (030) 22323100

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