Pressemitteilung | Deutscher Mieterbund e.V. (DMB)
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Mieterbund-PrĂ€sident Dr. Franz-Georg Rips: MietrechtsĂ€nderung ĂŒberflĂŒssig / Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Holzweg

(Berlin) - "MietrechtsĂ€nderungen sind falsch und ĂŒberflĂŒssig. Mit weniger Mieterschutz und RechtsĂ€nderungen zu Lasten der Mieter werden keine Anreize fĂŒr die GebĂ€udesanierung gesetzt und nicht dem Klimaschutz geholfen", kommentierte der PrĂ€sident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, AnkĂŒndigungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Die Bundeskanzlerin ist mit ihren VorschlĂ€gen schlicht auf dem Holzweg und politischen Uralt-Forderungen bzw. Falschinformationen aus FDP, Makler- und EigentĂŒmerkreisen aufgesessen."

Verschiedenen Zeitungsberichten zufolge will die Bundeskanzlerin mehrere Milliarden Euro zur Belebung der Konjunktur investieren. Das neue Maßnahmenpaket soll Anfang Januar fertig sein. Dabei ist auch vorgesehen, das Mietrecht zu Ă€ndern, damit private Vermieter mehr Anreize bekommen, ihr Haus zu sanieren.

"Das Konjunkturprogramm begrĂŒĂŸen wir, die mietrechtliche Argumentation aber ist falsch", kritisierte Rips. "Nach dem geltenden Mietrecht kann der Vermieter ohne Zustimmung des Mieters energetische Modernisierungen durchfĂŒhren. Die Modernisierung selbst zahlt der Mieter ĂŒber Mieterhöhungen. Vermieter sind berechtigt, einseitig 11 Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufzuschlagen. Bei umfassenden energetischen Modernisierungen ĂŒbersteigt die Mieterhöhung, die der Vermieter erhĂ€lt, eventuelle Heizkostenersparnisse des Mieters vielfach."

Außerdem investieren Vermieter in ihrem ureigenen Interesse. Wer jetzt keine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz durchfĂŒhrt, wird in Zukunft Schwierigkeiten haben, seine Immobilie zu vermieten, zumindest zu den heutigen Preisen.

"Nicht das Mietrecht behindert energetische Modernisierungen, sondern mangelhafte Informationen, Desinteresse und Investitionsunlust auf Seiten der Vermieter. Dem muss die Bundeskanzlerin entgegenwirken", forderte der PrĂ€sident des Deutschen Mieterbundes. "Hier stehen wir fĂŒr eine Mitarbeit jederzeit zur VerfĂŒgung."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Mieterbund e.V. (DMB) Ulrich Ropertz, Sprecher, Presse Littenstr. 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 223230, Telefax: (030) 22323100

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