Pressemitteilung | Deutscher Mieterbund e.V. (DMB)
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Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips zum: 1. Bericht der Bundesregierung zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft: Umfassende Bestandsaufnahme - richtige Themen / Mieterbund schlägt Wohnpakt 2020 vor

(Leipzig) - "Der gestern (3. Juni 2009) von Bundesbauminister Tiefensee vorgestellte 1. Bericht der Bundesregierung zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft enthält eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Wohnungs- und Mietenpolitik in Deutschland. Die richtigen Themen werden besetzt und angesprochen", lobte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips. "Zur Bewältigung der aktuellen und vor allem künftigen Herausforderungen reichen die bisherigen Analysen, Instrumente und Programme der Bundesregierung aber nicht aus. Stattdessen brauchen wir einen Wohnpakt 2020."

Das Angebot zum Abschluss eines Wohnpaktes 2020 richtet sich an Politik und Wohnungswirtschaft. Neben der Definition klarer Zielvorgaben und der Bestimmung eines ordnungspolitischen Rahmens müssen finanzielle Anreize gesetzt werden.

"Bis zum Jahr 2020 werden nach unserer Schätzung 30 Milliarden Euro benötigt", erklärte Rips. Erforderlich sind die energetische Modernisierung von etwa 37 Millionen Wohnungen, die massive Ausweitung eines altengerechten und barrierearmen Wohnungsangebotes, die Verdoppelung des Neubaus, vor allem in Ballungszentren, die Sicherung tragbarer Mieten und die Fortführung integrierter Stadtentwicklungskonzepte.

"Richtig, dass die Immobilienwirtschaft einen erheblichen Beitrag für die Volkswirtschaft leisten kann. Wohnungspolitik ist auch Wirtschafts- und Konjunkturpolitik. Sie gibt einerseits die Antwort auf Klimaschutzprobleme, demografische Entwicklungen, steigende Wohnkosten sowie Wohnungsengpässe bzw. -leerstände. Gleichzeitig kommt der Wohnungspolitik aber eine wichtige Multiplikatorenwirkung zu. Eine Milliarde Euro Investitionen im Gebäudebereich sichern und schaffen 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze für ein Jahr", sagte Rips.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Mieterbund e.V. (DMB) Pressestelle Littenstr. 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 223230, Telefax: (030) 22323100

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