Milchgipfel: IG BAU mahnt Sozialstandards für Milchproduktion an
(Frankfurt am Main) - Die Agrargewerkschaft Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) appelliert vor dem Hintergrund des Milchgipfels im Kanzleramt an die neue Regierung, gemeinsam mit den Akteuren in der Milchwirtschaft eine Lösung für einen fairen Milchpreis zu finden.
Wir sind an der Seite derer, die dafür sorgen, dass EU-weite Sozialstandards auf dem Milchmarkt entstehen und eingehalten werden, d.h. höhere Milchpreise, die sichere Löhne in der Landwirtschaft gewährleisten, sagt Holger Bartels, bei der Agrargewerkschaft verantwortlich für die Landwirtschaft. Die Situation der rund 42 000 Arbeitnehmer in der milcherzeugenden Landwirtschaft sei weiterhin prekär.
Innerhalb der teilweise kontroversen Interessen des Bauernverbands und des Bundesverbands der Deutschen Milchviehhalter unterstützt die IG BAU all jene, die eine Entwicklung der ländlichen Räume und die Sozialstandards der Arbeitsnehmer gestalten wollen. Von der neuen Regierung fordert die IG BAU eine bessere Förderung für regional ausgerichtete ländliche Molkereien, die einen wichtigen Beitrag zu akzeptablen Preisen und zum Erhalt von Arbeitsplätzen leisten. Hierzu sei ein sozialverträglicher Strukturwandel notwendig, der Konzentrationsprozesse der Milchbetriebe auf ein verträgliches Maß begrenzt.
Die von der EU-Kommission eingeräumten Handlungsspielräume sollten soweit als möglich genutzt werden. Die IG BAU steht für eine Zusammenarbeit mit dem Bauernverband, dem Gesamtverband der Deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) und dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) zur Verfügung, sagt Holger Bartels.
Die IG BAU hat in Abstimmung mit den Agrargewerkschaften der europäischen Agrarföderation (EFFAT) ein Positionspapier zur Milchwirtschaft erarbeitet. Das Positionspapier ist im Internet unter www.igbau.de / Pressecenter / Mediendienst / aktuelles Material als Download abrufbar.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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