Milchmarkt entwickelt sich stabil / Sonnleitner: Molkereien müssen bei Milchpreisen handeln
(Berlin) - Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, hat auf einer Pressekonferenz bei der Internationalen Grünen Woche höhere Milchpreise für die Milchbauern gefordert. Eine Verbesserung des Milchauszahlungspreises sei angesichts der grundsätzlich positiven und stabilen Marktlage bei Milch und Milchprodukten notwendig. Der im letzten Jahr erzielte durchschnittliche Milcherzeugerpreis von rund 27 Cent/kg reiche nicht aus, um die Kosten der Milcherzeugung zu decken. Je nach Betriebsstruktur lägen die gesamten anfallenden Kosten weit über 30 Cent/kg. In den Gesprächen auf der Grünen Woche hätten die Molkereien auch angekündigt, Preissteigerungen bei den Produktionskosten an den Handel weiterzugeben. Dies könne er nur unterstützen.
Im zurückliegenden Jahr konnte sich der Milchmarkt mit verringerter Milchanlieferung und einer gestiegenen Nachfrage stärker vom Marktordnungsmechanismus abkoppeln. Seit der zweiten Jahreshälfte 2006 seien die Preise in einigen Produktbereichen nahezu explodiert - zum Beispiel Molkepulver habe einen historischen Höchstpreis erreicht. Den befürchteten Automatismus einer Preisspirale nach unten konnte der DBV gemeinsam mit den Molkereien in 2006 erstmals aufhalten und umkehren, betonte Sonnleitner. Bei einem Meinungsaustausch in dieser Woche mit den Milchpräsidenten der Bauernverbände aus Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Irland und Finnland habe der französische Milchpräsident, Henri Brichart, berichtet, dass es in Frankreich gelungen sei, den Milchauszahlungspreis um 0,371 Cent/kg anzuheben. Der DBV hat im Rahmen seines Netzwerkes mit Milchbauern ein 10-Punkte-Programm entwickelt, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Milchproduktion und die Zukunft der Milchbauern in Deutschland zu sichern ist.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
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