Millionen Euro nutzlos verschleudert / BLLV-Präsident Albin Dannhäuser fordert bayerische Staatsregierung auf, Gelder sinnvoll in bildungspolitische Präventionsmaßnahmen zu investieren
(München) - Zum Schuljahresbeginn hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Albin Dannhäuser, die Staatsregierung aufgefordert, das knappe Geld sinnvoll zu investieren.
„In Bayern werden gigantische Summen in Maßnahmen gepumpt, die pädagogisch fragwürdig und uneffektiv sind“, kritisierte er. So gab die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro für „Warteschleifen“ aus, in denen Jugendliche ohne Ausbildungsplatz „geparkt“ werden. Davon werden einige Hundert Millionen für bayerische Jugendliche verwendet. Für Wiederholer und Schulabbrecher fallen allein in Bayern pro Jahr Kosten von rund über 210 Millionen Euro an. Trotz rückläufiger Zahlen krankheitsbedingter vorzeitiger Pensionierungen bei Lehrern muss der Freistaat immer noch cirka 150 Millionen Euro pro Jahr dafür aufwenden. „Die Gelder verpuffen ohne Bildungseffekt.“ Er forderte die Staatsregierung auf, diese Mittel Schritt für Schritt in Präventivmaßnahmen zu investieren.
Mit 210 Millionen Euro könnten rund 2500 Lehrerstellen pro Jahr finanziert werden - „diese einfache Rechnung sagt alles über das Maß der Verschwendung von Ressourcen in Bayern aus“, kritisierte Dannhäuser.
„Die Frage ist nicht, woher das Geld nehmen, die Frage ist vielmehr, ob das verfügbare Geld richtig investiert wird.“ Die „Warteschleifen“ für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sind teuer und nichts weiter als eine ineffektive Verlängerung der Schulzeit. Die Jugendlichen können dort keinen Abschluss erwerben und sich auch nicht höher qualifizieren. Sie werden lediglich „geparkt“. Sinnvoller wäre es, einen Teil des Geldes in Hauptschulen zu investieren, möglichst viele Schülerinnen und Schüler ausbildungsfähig zu machen und vor allem für ausreichend Ausbildungsplätze zu sorgen. Individuelle und gezielte Förderung von Schülern muss zur Selbstverständlichkeit werden - „so dass sich die Wiederholung einer Klasse erübrigt“, erklärte der BLLV-Präsident. „Das nötige Geld für entsprechende Fördermaßnahmen wäre vorhanden“, stellte er fest.
Um die nach wie vor zu hohe Rate wegen Erkrankung vorzeitig pensionierter Lehrerinnen und Lehrer zu senken, müssen ihre Arbeitsbedingungen verbessert werden. „Ziel muss sein, dass deutlich weniger Lehrerinnen und Lehrer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Ruhestand gehen müssen.“
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
Andrea Schwarz, Pressereferentin
Bavariaring 37, 80336 München
Telefon: (089) 72100129, Telefax: (089) 72100155
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