Pressemitteilung | Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)
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Ministerpräsidenten bekennen sich zur Chemieindustrie - Hessen fordert Tempo

(Frankfurt am Main) - Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) sendet mit ihrem Beschluss vom 5. März 2026 ein wichtiges Signal zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Deutschland. Aus Sicht des Verbands der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Hessen (VCI Hessen) greift der Beschluss zentrale Forderungen der Branche auf.

Dazu gehört insbesondere ein Industriestrompreis, der die energieintensive Produktion entlastet, sowie ein Carbon Leakage Schutz, der verhindert, dass Unternehmen abwandern, solange internationale Wettbewerber deutlich niedrigere Energie und CO₂ Kosten anbieten. Auch im Umweltrecht erwartet die hessische Chemiebranche spürbare Entlastungen. Der VCI Hessen begrüßt die Forderung der Ministerpräsidentenkonferenz, die Überarbeitung der Industrieemissionsrichtlinie (IED) und weiterer Umweltvorgaben konsequent an den europäischen Vereinfachungszielen auszurichten und auf zusätzliche nationale Sonderauflagen zu verzichten.

Sula Lockl, Geschäftsführerin des VCI Hessen, kommentiert: „Die Chemie steht am Anfang der industriellen Wertschöpfungskette. Sie ist elementar für die Industrie und wichtiger Teil der hessischen DNA. Doch steigende Energiepreise, zunehmende regulatorische Komplexität auf europäischer Ebene und internationale Konflikte stellen uns vor massive Herausforderungen. Wenn Berlin und die Länder von Wettbewerbsfähigkeit sprechen, geht es für uns nicht um abstrakte Kennzahlen, sondern die Wirtschaftskraft vor Ort und somit um Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

Das Bekenntnis zur Chemiebranche der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz ist ein wichtiger Schritt. Ungeachtet aktueller geopolitischer Spannungen ist es nun umso wichtiger, dass die Politik mit schnellen Entscheidungen spürbar die Industrie stärkt, um den Schwung von Deindustrialisierung zur Reindustrialisierung zu schaffen. Denn nur wenn die Chemie stark bleibt, bleibt auch Hessen stark.“

Fakten zur Chemie in Hessen:
• Umsatz 2024: Die hessischen Chemieunternehmen erzielten bis August rund 14,8 Mrd. €, ein Rückgang von 22 % im Vergleich zum Vorjahr.
• Produktionsentwicklung: Seit 2021 ging die Produktion um 30 % zurück.
• Beschäftigung: Aktuell sind rund 30.000 Mitarbeitende in der hessischen Chemiebranche tätig.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI), Mainzer Landstr. 55, 60329 Frankfurt am Main, Telefon: 069 2556-0

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