Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Mitbestimmungskommission: Gewerkschaften setzen weiter auf konstruktive Mitarbeit

(Berlin) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund sagt den Wissenschaftlern in der Mitbestimmungskommission eine konstruktive Zusammenarbeit bei der Erstellung eines Abschlussberichtes zu. „Wir lassen uns von der Blockadehaltung der drei Wirtschaftsvertreter nicht provozieren“, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Dienstag (14. November 2006) in Bonn. „Die drei neutralen Wissenschaftler der Kommission können weiter auf uns zählen“, kündigte Sommer an.

Es ist das erklärte Ziel der Gewerkschaften, die Mitbestimmung in den Unternehmen weiterzuentwickeln. „In einer Zeit, in der die Beteiligungsverhältnisse an den Unternehmen immer stärker durch anonyme Investoren geprägt sind, ist die Beteiligung der Beschäftigten auf Augenhöhe wichtiger denn je“, sagte Kommissionsmitglied Michael Sommer weiter.

Tief enttäuscht zeigte sich Michael Sommer über das Verhalten der Arbeitgeber in der Kommission. „Wir hatten unsere Vorschläge zur Diskussion über einen Abschlussbericht unterbreitet. Aber die drei Vertreter der Arbeitgeber ließen die Sitzung nach nicht einmal einer Stunde platzen, da sie ihre Maximalforderungen nicht erfüllt sahen.

Die Arbeitgeber wollten eindeutig weniger Demokratie in den Unternehmen durchsetzen. Dazu zählte die von ihnen geforderte Aufgabe der paritätischen Besetzung der Aufsichtsräte durch Arbeitnehmer und Vertreter der Aktionäre. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten mit einem Drittel der Mandate in den Aufsichtsräten abgespeist werden und am Katzentisch Platz nehmen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

(bl)

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