Mitgliederversammlung stellt Weichen für die Zukunft: Aus VUP wird VDLAB – Verband Deutscher Laborunternehmen
(Berlin) - Die Mitgliederversammlung des Deutschen Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) hat am 10. Juni 2026 wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Verbandes und seiner Arbeit für die privatwirtschaftliche Laborbranche in Deutschland getroffen. Einstimmig beschlossen die Mitglieder die Weiterentwicklung des VUP zum VDLAB – Verband Deutscher Laborunternehmen und setzten damit ein deutliches Zeichen für die zukünftige Ausrichtung ihrer gemeinsamen Interessenvertretung.
Mit der Namensänderung trägt der Verband seiner Entwicklung der vergangenen Jahre Rechnung und macht mit einem neuen Markenauftritt künftig sichtbarer, was er heute bereit ist: die gemeinsame Stimme privatwirtschaftlicher Laboratorien in Deutschland. Die Vielfalt der Laborbranche, ihre fachliche Breite und ihre Bedeutung für Wirtschaft, Verbraucherschutz, Gesundheit, Umwelt und Innovation sollen künftig noch stärker sichtbar werden. Zugleich soll die Identifikation der Mitgliedsunternehmen mit ihrem Verband weiter gestärkt und die Interessenvertretung der Branche noch wirksamer gestaltet werden.
Neben der strategischen Neuausrichtung wurden mit den Wahlen in den Branchenkreisen und Fachausschüssen wichtige personelle Entscheidungen für die kommenden Jahre getroffen. Den Vorsitz im Branchenkreis Verbraucherschutz & Lebensmittel übernehmen künftig Paul Andrei und Thomas Petzold als stellvertretender Vorsitzender. Den Branchenkreis Umwelt führen Dr. Emine Gökçe und Mariola Szyrlewski, den Branchenkreis Industrieprodukte & Materialanalytik Martin Doedt und Andy Mechlinski. Im Branchenkreis Pharma wurden Dr. Birgit Schumacher und Dr. Wolfgang Sening gewählt, im Branchenkreis Medizinprodukte Prof. Dr. Bernhard Keller und Dr. Florian Brill sowie im Branchenkreis Kalibrierwesen & physikalische Messungen Raimund Föhrenbacher und Daniel Grimm. Die Fachausschüsse werden künftig von Dr. Carl-Heinrich Graser und Tobias Holke (Qualitätsmanagement & Akkreditierung), Dana Goldhammer und Dr. Matthias Ohlrogge (Digitale Transformation der Laborbranche) sowie Dr. Alexander Ruderisch und Andre Ising (Bildung, Qualifizierung und Berufsnachwuchs) geleitet.
Die Vorsitzenden der Branchenkreise und Fachausschüsse bilden gemeinsam mit dem Präsidium den Vorstand des Verbandes. Satzungsgemäß ging das Präsidentenamt von Dr. Birgit Schumacher auf Dr. Eckard Jantzen über. Birgit Schumacher wechselt ins Amt der Schatzmeisterin, das bis zur Mitgliederversammlung 2026 von Dr. Emine Gökçe ausgeübt wurde. Weiterhin Vizepräsidenten des Verbandes sind Dr. Florian Brill und Raimund Föhrenbacher.
Ein besonderer Moment der Mitgliederversammlung war die Ernennung von Dr. Tilman Burggraef zum Ehrenpräsidenten des Verbandes. Mit dieser Auszeichnung würdigten die Mitglieder sein außergewöhnliches Engagement für den Verband und die gesamte privatwirtschaftliche Laborbranche über mehr als drei Jahrzehnte hinweg. Als langjähriges Präsidiumsmitglied und mehrmaliger Präsident hat Burggraef die Entwicklung des Verbandes maßgeblich geprägt und zahlreiche wichtige Weichenstellungen begleitet. Sein Einsatz für die Weiterentwicklung des Akkreditierungswesens, die Stärkung der Interessenvertretung der privatwirtschaftlichen Laboratorien sowie die strategische Entwicklung des Verbandes fanden in der Laudatio von Vizepräsident Dr. Florian Brill besondere Anerkennung. Der Ehrenpräsident des Verbandes, Dr. Klaus-Peter Lörcher, übermittelte seine Glückwünsche per Videobotschaft. Dr. Tilman Burggraef ist nach dem verstorbenen Verbandsgründer Hans Holland und Dr. Klaus-Peter Lörcher der dritte Ehrenpräsident des Verbandes.
Die Mitgliederversammlung bildete den Höhepunkt des zweiten Tages der VUP-Jahrestagung 2026 auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Bereits am Vortag hatten Expertinnen und Experten aus Laboratorien, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden unter dem Motto „Die Prüf- und Laborbranche: Stark in die Zukunft“ zentrale Herausforderungen der Branche diskutiert. Im Fokus standen die Themen Qualitätsmanagement und Akkreditierung, Digitale Transformation sowie Bildung, Qualifizierung und Berufsnachwuchs.
Im Fachforum „Bildung, Qualifizierung und Berufsnachwuchs“ setzte auch das VUP-Next-Generation-Programm wichtige Impulse. Teilnehmende des verbandlichen Nachwuchsführungskräfteprogramms berichteten über ihre ersten Erfahrungen in Führungsverantwortung und hoben den persönlichen wie beruflichen Mehrwert des Programms hervor. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Jahrestagung zugleich für den weiteren Austausch in diesem Netzwerk. Das 2023 gestartete Programm fördert gezielt Persönlichkeitsentwicklung, Erfahrungsaustausch und Vernetzung junger Führungskräfte in der privatwirtschaftlichen Laborbranche und geht von Essen aus nun in seine vierte Runde.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Verband Unabhängiger Prüflaboratorien e.V. (VUP), Kronenstr. 71, 10117 Berlin, Telefon: 030 555 7240-0
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