Möllenberg: Nullrunde in Zuckerindustrie ist inakzeptabel
(Hamburg) - Wir sind entsetzt, wie schnell die Arbeitgeber der Zuckerindustrie den gemeinsamen Kampf für den Erhalt der Zuckermarktordnung vergessen haben, erklärte Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), nach der Vertagung der ersten Entgelttarifverhandlung 2006 am Mittwoch, 29. März, in Köln.
Die Arbeitgeber hätten bei der Frage der Entgelterhöhung lediglich eine Nullrunde angeboten und nach deren Ablehnung durch NGG sogar noch nachgelegt und eine schriftliche Kündigung des Manteltarifvertrages überreicht.
Möllenberg: Eine Nullrunde ist inakzeptabel. Nicht nur, dass die Beschäftigten der Zuckerindustrie aufgrund der EU-Zuckermarktreform um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen und anders als die Rübenbauern nicht vom eigens eingeführten Strukturfonds profitieren, nun sollen sie auch noch beim Lohn und bei den Arbeitsbedingungen Abstriche machen.
Wolfgang Endling, NGG-Verhandlungsführer, ergänzte: Für den gemeinsamen Kampf um den Erhalt der Zuckermarktordnung waren wir gut genug und jetzt kriegen wir ein solches Dankeschön präsentiert. Wir werden für die Beschäftigten ihren Anteil an den guten Unternehmensgewinnen einfordern!
Die nächste Entgelttarifverhandlung sei für den 10. Mai 2006 vorgesehen.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin
Haubachstr. 76, 22765 Hamburg
Telefon: (040) 38013-0, Telefax: (040) 3892637
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