Müller: "Arztberuf muss attraktiver werden." / Statement - Der KBV-Vorstand hat die Vorschläge des Bundesgesundheitsministers, den Zugang zum Medizinstudium zu erleichtern, kommentiert
(Berlin) - Zu den Aussagen von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP), den Numerus clausus abzuschaffen und eine Landarztquote einzuführen, hat der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Carl-Heinz Müller, gesagt:
"Wir begrüßen den Vorschlag von Minister Rösler, den Zugang zum Medizinstudium zu vereinfachen. Aber die Erhöhung der Studienplatzanzahl, ein Numerus-clausus-Erlass und eine Landarztquote allein reichen nicht aus, um das Problem des Hausärztemangels zu lösen. Studien zeigen, dass Hausärzte sich in erster Linie in ihren Heimatregionen niederlassen. Das heißt, wir müssen die Medizinstudierenden direkt in den Regionen anwerben, in denen sie sich niederlassen sollen. Außerdem müssen wir die Attraktivität des Arztberufes steigern. Wichtig ist, dass die Medizinstudierenden im Arztberuf ankommen, denn derzeit gehen über 40 Prozent an Verwaltung und Wirtschaft verloren. Inzwischen sind 65 Prozent der Medizinstudierenden Frauen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist deshalb unerlässlich. Die Vorschläge von Minister Rösler können nur Teil eines Gesamtpaketes sein. Wir brauchen für die Zukunft eine intelligente Versorgungssteuerung, die die regionalen besonderen Bedürfnisse berücksichtigt und auch sektorenübergreifend angelegt ist."
Quelle und Kontaktadresse:
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
Dr. Roland Stahl, Referent, Kommunikation
Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
Telefon: (030) 4005-0, Telefax: (030) 4005-1093
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