NABU: Deutschland darf nicht zur Müllverbrennungsanlage Europas werden / Miller: Entsorgungswirtschaft muss verstärkt auf Recycling setzen
(Berlin) - Der NABU hat die Bundesregierung zu mutigen Schritten bei der Novellierung des deutschen Abfallrechts aufgefordert. Europa hat im vergangenen Sommer mit der neuen Abfallrahmenrichtlinie den Ball in die deutsche Hälfte gespielt. Jetzt muss Deutschland seinem Ruf als Umwelt-Musterschüler endlich einmal wieder gerecht werden. Ansonsten droht Deutschland zur Müllverbrennungsanlage Europas zu werden, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich einer heutigen (18. September 2008) Jahrestagung der Entsorgungsbranche. Dort diskutierten Vertreter von Bundespolitik, Verwaltung und Wissenschaft erstmals wieder über die anstehende Überarbeitung der deutschen Abfallgesetze. Miller: Was wir jetzt brauchen ist eine zusätzliche Abgabe auf den Kauf von umweltschädlichen Einwegplastikflaschen sowie höhere Recyclingquoten beim Siedlungs- und Gewerbeabfall und eine flächendeckende Bioabfallverwertung.
Die deutsche Entsorgungsbranche sei weltweit führend bei der Sortierung und Verwertung von Abfällen und verdränge mit Recyclingprodukten zunehmend Primärmaterialien. Diese positive Entwicklung müsse weiter unterstützt werden. Deutschland verfüge mittlerweile jedoch über ausreichend Kapazitäten bei der Restabfallbehandlung durch Müll- und Ersatzbrennstoffverbrennung.
Unser Müll ist viel zu wertvoll, um durch Verbrennung vernichtet zu werden. Die zukünftige Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzgebung muss sich eine Erhöhung der Recyclingquoten und eine Absenkung der absoluten Verbrennungskapazitäten zum Ziel setzen, forderte NABU-Abfallexperte Benjamin Bongardt.
Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
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