Pressemitteilung | Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
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NABU fordert Umdenken in Agrar- und Wasserpolitik / Tschimpke: Neue Strategie zum Wassermanagement in der Landschaft

(Berlin) - Angesichts der Dürreperiode der vergangenen Wochen hat der NABU die Bundes- und Landesregierungen zu einem Umdenken in der Agrar- und Wasserpolitik aufgefordert. „Ziel einer neuen Anpassungsstrategie an den Klimawandel muss es sein, das Wasser in unserer Landschaft zu halten“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Jahrzehntelang hätte die Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit den Wasser- und Bodenverbänden durch die Anlage von Drainagegräben, Dämmen sowie die intensive Nutzung von Niedermooren dafür gesorgt, dass das Niederschlagswasser möglichst rasch abfließen würde. Die trockene und warme Aprilwitterung habe jetzt vielen Landwirten schmerzhaft deutlich gemacht, dass diese Politik in die klimabedingte Sackgasse führe. Gerade bei den Frühjahrskulturen auf leichten Sandböden gebe es bereits jetzt gravierende Trockenschäden, die ein Umdenken in der Landwirtschaft dringend erforderlich machten.

Nach Auffassung des NABU müsse die Agrar- und Wasserpolitik ein völlig neues Wassermanagement in der Kulturlandschaft verfolgen. So sei die Schaffung von Förderprogrammen in der Agrarstrukturpolitik erforderlich, mit denen Entwässerungsmaßnahmen rückgängig gemacht und ganze Landschaften wieder vernässt werden könnten. Auch die Verlegung von Deichen und die Umwandlung von Ackerland in Grünland trage dazu bei, das Wasser länger in der Fläche zu halten. Schließlich seien auch die Landwirte gut beraten, durch vielfältigere Fruchtfolgen sowie durch die Anlage von Hecken und Baumreihen eine bessere Risikovorsorge gegen die Trockenheit zu treffen. „Auch wenn wir es ungern wahrhaben wollen: Die nächste Dürreperiode kommt bestimmt - daher müssen wir jetzt die Gelegenheit zu einem Kurswechsel nutzen“, so Tschimpke weiter.

Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin Herbert-Rabius-Str. 26, 53225 Bonn Telefon: (0228) 4036-0, Telefax: (0228) 4036-200

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