Nach der Wahl drohen drastische Sparmaßnahmen / GdP befürchtet Kollaps der inneren Sicherheit
(Berlin) - Einen Kollaps der inneren Sicherheit befürchtet die Gewerkschaft der Polizei, wenn nach der Bundestagswahl die Karten auf den Tisch gelegt werden.
Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP): "Durch die hohe Staatsverschuldung, Steuermindereinnahmen und die Finanzierung der sozialen Lasten als Folge der steigenden Arbeitslosigkeit droht ein Desaster der öffentlichen Haushalte. Bereits jetzt wird hinter der Hand von dramatischen Einsparungen im öffentlichen Dienst ab dem nächsten Jahr geredet. Nach der Bundes-tagswahl lässt die Politik die Hosen runter."
Schon jetzt, so der GdP-Vorsitzende, fahre die Polizei auf den letzten Reserven. Freiberg: "Zusätzliche Einsparungen zur Konsolidierung der Haushalte werden mit verschärften sozialen Spannungen zusammentreffen. Das ist ein explosives Gemisch für die innere Sicherheit in unserem Land."
In einem Kommentar für die GdP-Zeitschrift DEUTSCHE POLIZEI schreibt Freiberg: "Wir, die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes, werden für die gewaltigen Folgekosten der Finanzkrise aufkommen müssen. Und die Leute, die sie verursacht haben, kommen davon. Man wirft ihnen noch Geld hinterher. Es geht um soziale Gerechtigkeit und um Verteilungsgerechtigkeit. Danach müssen die Politiker vor der Wahl gefragt werden."
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Rüdiger Holecek, Pressesprecher
Stromstr. 4, 10555 Berlin
Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200
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