Nach internen Vorwürfen: IGBCE stellt sich der Verantwortung
(Hannover) - Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) ist eine solidarische Organisation, in der sich alle Kolleginnen und Kollegen sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen können – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Identität. Diskriminierung, sexuelle Belästigung, Homophobie oder andere Formen grenzüberschreitenden Verhaltens stehen im klaren Widerspruch zu unseren Werten und unserem gewerkschaftlichen Leitbild.
Die IGBCE ist eine große Organisation wie andere auch. Leider gibt es auch bei uns aktuell Hinweise auf nicht zu akzeptierende Vorfälle von Fehlverhalten. Konkret geht es dabei auch um den geäußerten Verdacht von systematischem Sexismus und Belästigung durch Verantwortliche im Umfeld der IGBCE-Jugend und weitere Hinweise aus der Organisation, die dem geschäftsführenden Hauptvorstand der IGBCE angezeigt bzw. übermittelt wurden. Deshalb handeln wir unverzüglich und entschlossen. Erste Sofort-Maßnahmen wurden bereits ergriffen, klar ist aber auch, dass keine Vorverurteilung erfolgen darf.
Grundsätzlich gilt: für entsprechende Hinweise und Beschwerden bestehen innerhalb der IGBCE verbindliche Verfahren und Anlaufstellen. Dazu gehören unter anderem ein internes Hinweisgebersystem, Complianceregelungen, sowie bei allen größeren Veranstaltungen der Organisation der Einsatz speziell geschulter Awareness-Teams.
Sollten Verstöße bekannt werden, werden diese geprüft und – wenn sie sich bewahrheiten - die Maßnahmen ergriffen, die die entsprechenden Regularien vorsehen. Das können arbeitsrechtliche und/oder organisationsrechtliche Konsequenzen sein. Gleiches gilt für die ehrenamtlichen Strukturen.
Prävention und Sensibilisierung sind für uns ein kontinuierlicher Prozess. Wir arbeiten fortlaufend daran, eine Kultur des Respekts und des verantwortungsvollen Umgangs miteinander zu stärken.
Vor diesem Hintergrund machen uns die an uns herangetragenen Sachverhalte sehr betroffen. Wir haben uns daher entschieden, die im Raum stehenden Vorwürfe durch die unabhängige externe spezialisierte Kanzlei verte Rechtsanwälte aus Köln prüfen zu lassen und sie im Zuge dessen aufzuarbeiten. Die Beauftragung ist bereits erfolgt.
Soweit es uns die rechtlichen Rahmenbedingungen erlauben und Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben, werden wir unser Vorgehen möglichst transparent darstellen.
Bis zum Abschluss der Aufarbeitung werden wir uns nicht im Detail öffentlich äußern können. Darum bitten wir schon jetzt um Verständnis. Wenn die Prüfungen und eine damit verbundene Bewertung und Handlungsempfehlung vorliegen, werden wir uns dazu verhalten.
Bitte berücksichtigen Sie im Rahmen einer etwaigen Berichterstattung die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen.
Quelle und Kontaktadresse:
IG BCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie - Bundesgeschäftsstelle, Königsworther Platz 6, 30167 Hannover, Telefon: 0511 7631-0
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